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Geschrieben von Benedikte am 27.07.2005, 1:00 Uhrzurück

Re: stimme zu-voll und ganz

Hallo Astilbe ( habt Ihr einen Garten, oder woher kommt Dein nick),
erstmal: ich komme auch nicht dazu, jeden Tag zu schreiben und kann nicht mal alles lesen, was andere so den ganzen Tag schreiben.

Und in der Sache gebe ich Dir auch recht-die Entwicklungshilfe hat nach vierzig JAhren nicht dazu geführt, dass es den Empfängerländern besser geht, sie hat im Gegebteil dazu geführt, dass sich vielfach vor Ort keinerlei Industrien entwickeln konnten, denn wieso soll man mühevoll etwas anbauen oder produzieren, wenn es einem keiner abkauft, weil es das in der Entwicklungshilfe umsonst gibt. Und das nächste ist der ungeheure private Reichtum in diesen Ländern im gegegnsatz zur staatlichen Armut dort- und das behebt die Entwicklungshilfe nicht, sondern zementiert sie.
Oder wie eine Kollegin von mir sagte, die lange in Indonesien arbeitete, als es ans Spenden ging: sie deke gar nicht dran, dort unten gebe es soviel reichtum, aber die reichen Privatleute dort würden meist im Traum nicht daran denken, für ihre mittellosen Landsleute zu sopenden, weil man sich da auf die Europäer und Amerikaner, KAnadier und AUstralier verlassen könnte.

Folgender Witz dazu (habe ich aus dem BMZ)
Geht die deutsche Entwicklungshilfeministerin auf Dientreise nach Asien und Afrika.In Asien besucht sie einen Minister ins einer 500 qm Villa, mit Edelbädern, goldarmaturen und allem pipapo. Sie ist beeindruckt von seinem reichtum und fragt, wie er das gemacht hat. Hm, sagt der, guck mal aus dem Fenster. Was siehst Du? Sie schaut raus und sieht einen riesigen Flughafen, eine achtspurige Autobahn und einen Weg zum modernen Indutriehafen. Tja, sagt der Minister-Ihr gebt 100 Prozent, 90 Prozent für die Infrastrultur, zehn Prozent für mich.

Dann fährt sie weiter nach Afrika und besucht dort einen Minister mit einer 1000qm-Villa, indoor-pool, outdoorpool, Goldarmaturen, edelste Teppiche, high-tech-equipment,tolle Küche ein Riesenheer an bediensteten, erlesenes Porzellan, beste Speisen und so weiter.Sie ist wie erschlagen und fragt: Wie hast Du das gemacht. der Minister sagt zu Ihr, schau aus dem Fenster. Sie schaut- und schaut- und schaut und dann sagt sie ihm, sie sehe nichts. Keine UAtobbahn, keinen Flughafen, kein nichts. Genau, sagt der minister stolz, genau.Ihr gebt 100 Prozent, 100 Prozent für mich und nichts für die Infrastruktur.

Also, beim ersten MAl habe ich noch gekichert, weil jemand auch die Ministerin so treffend imitierte- aber das traurige ist, es ist nahe dran an der Realität.

Von daher- ich stimme Dir zu, wobei die Bilder natürlich bedrückend sind.

Benedikte

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