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Geschrieben von junonie am 05.03.2006, 12:31 Uhrzurück

Sorry, Benedikte, das stimmt wirklich nicht

Ich kann Rio nur beipflichten, am Ende zahlt man wirklich einen fünfstelligen Betrag für eine Auslandsadoption, selbst wenn man das über die zentrale Adoptionsvermittlungsstelle im jeweiligen Bundesland abwickeln lässt. Schon allein für die Übersetzung der Bewerbungsunterlagen kommen gut 1000 EUR zusammen. Die Übersetzung eines Führungszeugnisses kostet beispielsweise ca. 25 EUR. DAs mal zwei plus Verdienstbescheinigungen, Empfehlungsschreiben von Kirche, Bürgermeister oder wer auch immer, Eignungsbericht vom Jugendamt (kann allein gut 400 EUR kosten), Anschreiben von der deutschen Behörde an die ausländische Behörde usw., da kommt einiges zusammen.
Zudem müssen die Eltern ja ihr zukünftiges Kind im Land abholen und dort einen Aufenthalt von etwa drei bis vier Wochen einrechnen, denn das Kind wird erst mitgegeben, wenn ein Eltern-Kind-Verhältnis entstanden ist bzw. das Kind die neuen Eltern kennt und sich an sie gewöhnt hat.
Nach drei Monaten, dann sechs, dann einem Jahr zu Hause besucht das Jugendamt die Familie und verfasst jeweils einen Integrationsbericht, der beschreibt, wie es dem Kind in der Familie geht. Der muss dann jedesmal auch wieder übersetzt werden, denn er wird an die ausländische Behörde geschickt.
Deshalb, schon allein die Übersetzungen kosten eine ganze Menge Geld. Mit den weiteren Kosten, die Rio aufgelistet hat, kommt man ganz leicht auf einen fünfstelligen Betrag, und das alles ganz legal und offiziell.

junonie

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