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Geschrieben von fusel am 13.02.2003, 21:27 Uhrzurück

sinnig-mit-dem-Kopf-wackel

Hi,

also Germi den Link schaue ich mir nochmal an. Wollte nur spontan noch was zu Helenas Posting sagen.

Also, dieses Argument das Bush Präsident ist trotzdem die meisten Amerikaner ihn nicht wählten habe ich auch schon vorgebracht (Hallo, Linda (o:). Ich war damit auch nicht einverstanden und habe ein lautes Heulen von mir gegeben das ich nicht wenigstens per Briefwahl gestimmt habe, als ob es die eine Stimme getan hätte.
Das nur mal voran, mir liegt hier wirklich an einer stressfreien Diskussion und wie ich schon einmal sagte: alles hat seine Seiten und bitte immer vorurteilsfrei bleiben.

Wenn wir uns z.B. bei Spiegel Online (http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,234951,00.html )umschauen, müssen wir doch feststellen das laut einer Umfrage, die meinetwegen nicht repräsentativ ist, jeder 3. Deutsche der Meinung ist das Schröder zurücktreten sollte. Zurücktreten wohlgemerkt, es geht hier nicht um eine momentane Unzufriedenheit, sondern weg soll der gute Mann. Ich finde das schon recht bemerkenswert, knapp 5 Monate nach der Wahl. Und ich denke die Stimmung für Schröder ist allgemein nicht besonders. Ob Stoiber nun die bessere Alternative gewesen wäre, nunja, lassen wir das mal dahingestellt.
Das 32% der Bundesbürger ihren Kanzler am liebsten von hinten sehen würden, hat sicherlich nichts mit dem Nein gegen den Krieg zu tun, ganz im Gegeteil dafür sollte ihm ein "Mehr" an Sympathie zufliegen, sondern ist eher die Quittung für die desolate wirtschaftliche Lage, und den "Kuddelmuddel" den die Regierung anrichtet, ähnlich wie zu Beginn der letzten Legislaturperiode.

Was mag das nun mit Bush zu tun haben wird sich mancher fragen? Beide wurden demokratisch in ihrem jeweiligen System zum Wahlsieger gekürt. Bei Schröder war diese Wahl eindeutiger, man muß doch aber sagen das das doch sehr viel mit seinem Ruf als Medienkanzler zu tun hat. Ich meine ohne die Hochwasserkatastrophe im August diesen Jahres, und ich glaube so ein bißchen wahltaktische Mauschelei bzgl. der wirtschaftlichen Zukunft der BRD hat es schon gegeben, wäre Schröder sicherlich nicht wiedergewählt worden. Die Wahlumfragen kurz vor dem Hochwasser kündigten ein Desaster für die SPD an, die jetzt in die Wahlen zum 02.02 geflossen sind.
Also, ganz einfach gesagt: so ein bißchen über den Tisch gezogen müßte man sich doch fühlen als SPD-Wähler im Moment. Dürfte ich hier wählen, ganz ehrlich: ich wäre auch drauf reingefallen.
Egal, da muß man jetzt durch. Und das noch bittere dreieinhalb Jahre in der Regierung und Oppostion sich gegenseitig blockieren werden, das es nur noch schlimmer werden kann /o:

Fazit ist einfach das inzwischen wahrscheinlich genauso wenig Deutsche hinter Schröder stehen, wie Amerikaner hinter Bush. Die Amerikaner haben nur das Glück es dann wenigstens noch auf ihr Wahlsystem schieben zu dürfen, die Deutschen müssen sich, sorry, selbst dafür in den Hintern beißen.

liebe grüße

fusel

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