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Geschrieben von fiammetta am 14.10.2005, 14:04 Uhrzurück

Re: selbstwertgefühl euerer kinder

Hi,

das Kind ernst nehmen, d.h. seine Probleme nicht herunterspielen, zumal sie sich oft noch nicht ausreichend ausdrücken können.
Das Kind nicht vor anderen als "klein" darstellen, da sie durchaus mitbekommen, wenn man über sie spricht.
Es nicht vor anderen blamieren, z.B. indem man es vor anderen schimpft.
Es loben und anspornen. Kinder wollen gefordert werden.
Das Kind weitgehend (natürlich nicht dann, wenn etwas gefährlich werden kann) selbständig werden lassen, d.h. auch zulassen, daß Dinge passieren, die nicht unbedingt Spaß machen (vgl. Glas läuft über, weil das Kind unbedingt lernen will, sich selbst einzuschenken).
Fragen beantworten und es auf Neues hinweisen, was vielleicht wieder Fragen aufwirft.
Lesen, lesen und nochmals lesen. Hirn hat noch keinem geschadet.
Auch kleine Kinder als Diskussionspartner respektieren.
Nicht belehren.
Nichts fordern, was man nicht bereit ist selbst zu tun.
Sich selbst in seine eigene Kindheit zurückversetzen. Das hilft manchmal, um sich darüber klar zu werden, was man alles mochte oder eben nicht wollte.
Überzeugen ist sinnvoller als erzwingen. (Geht aber natürlich nicht, wenn Zweijährige mit dem Messer z.B. spielen wollen).
Versprechen nicht nur geben, sondern auch halten.
Sich vor sein Kind stellen, auch wenn es manchmal einfacher erscheinen mag, Konflikten aus dem Weg zu gehen.
Dem Kind immer wieder sagen, daß man es liebt und das es für einen der wichtigste Mensch ist.
Ganz viel kuscheln, streicheln, kitzeln, küssen, d.h. körperliche Nähe genießen.
Das Kind in Liebe hüllen, aber nicht ersticken, d.h. auch Freiheiten zulassen, damit es merkt, man vertraut ihm.
Über eigene Ängste, Befürchtungen oder Probleme sprechen und nicht unrealistische Dauerharmonie vorgaukeln. Das Leben ist kein einziger Höhenflug, sondern ein ewiger Kompromiß.
Selbst authentisch sein.
Das Kind nicht überschätzen oder überfordern bzw. über das Kind eigene Versäumnisse nachholen. Wenn ich als Kind nicht Klavier gespielt habe, hätte dies jedoch gerne, dann kann ich das auch als Erwachsener nachholen, anstatt das Kind zur Mutti-Olympiade anzumelden.
Eigene Fehler zugeben.
Das Kind austesten lassen, was es mag. Wenn mein Sohn (knapp 3) meint, er müsse meinen Lippenstift ausprobieren, dann soll er das. Das wird kaum darüber entscheiden, ob ich später einmal Großmutter werde oder nicht. Das gilt auch für Hobbys.
Kinder dürfen sich auch schmutzig machen. Schließlich waschen wir unsere Wäsche nicht mehr am Fluß.
Allgemeine Höflichkeitsregel lernen lassen, ob deshalb gleich zum personifizierten Knigge zu werden. Sie erleichtern einem meistens das Leben.
Über sich selbst lachen können.
"Nein!"-Sagen üben und selbst respektieren.

Es gibt bestimmt noch mehr, aber auf die Schnelle fällt mir nichts mehr ein. :-)

LG,

Fiammetta

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