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Geschrieben von Ralph am 09.07.2004, 18:07 Uhrzurück

Sehr viel müßte sich ändern...

Hallo Marit,

Dein Ansatz hört sich ja ganz gut an, aber bis es soweit ist, müßte sich auf so vielen Ebenen soviel ändern, daß ich nicht daran glaube, daß es realisierbar wäre, z.T. ist es auch eine Milchmädchenrechnung.
Deine Forderung nach längeren Öffnungszeiten der KiTas ist ja in Ordnung, diese aber halte ich bei gleichzeitiger Kostenneutralität nicht für realisierbar. Man müßte das sicher genau nachrechnen, wenn auch die Erzieher länger arbeiten würden (apropos: Wo lassen die solange ihre Kinder? In Nacht-KiTas? ;-)) )... ich stelle aber aus dem Bauch heraus einfach malo die behauptung auf, daß das nicht hinreichen würde, also müßten mehr Kräfte eingestellt werden, das zeitigt wieder mehtr Personalkosten, die die klammen Kämmerer eh nicht zahlen könnten. Das bedeutet also höhere KiTa-gebühren bei real sinkenden Einkommen, oder habe ich jetzt falsch gedacht? :-)

Dann sehe ich einfach auch ein Grundsatzproblem. Viele, mich eingeschlossen, wäre ja durchaus zu mehrarbeit bereit,WENN ich denn die gewißheit hätte, daß dabei mehr Stellen herauskämen. Ich werde aber einfach das Gefühl nicht los, daß das alles bei den meisten betrieben eben nur der Konsolierung der Gewinnmargen dient, und das kann nicht - nur - die Aufgabe der Arbeitnehmer sein.

Und das dritte Argument: In Deutschland sind viele Dinge verdammt teuer, teurer als im Ausland. Das fängt bei Autos und medikamenten (!!!, mal verglichen, was Aspirin z.T. im Ausland kostet??) an, und hört bei Mieten, Lebensmitteln und Kleidung auf.
Wenn man schon Arbeitszeit, Arbeitseinstellung usw. vergleicht, dann muß man auch z.B. die Preiskörbe sowie die Arbeits-Produktivität vergleichen. Das letztere bei Arbeitnehmern in Deutschland aber immer noch überdurchschnittlich hoch ist, wird in diesem Zusammenhang von den Arbeitgebern nie lautstark verkündet, hin und wieder aber doch leise und hinter vorgehaltener Hand in kleinen versteckten Artikelchen in einschlägigen Magazinen zugegeben.

Und ob es wirklich in der Praxis soviel Flexibilität gibt, daß Eletrn sich die betreuung so phantastisch teilen können, da habe ich auch meine Zweifel, denn der Arbeitnehmer soll doch allgemein mehr im Laden stehen, im Büro sitzen, in der Produktion arbeiten... ich sehe da eher engere Zeiten als Freiräume, um soetwas zu organisieren.

Und abgesehen davon: Nicht alles, was in anderen Ländern läuft, halte ich für vorbildlich... :-)

Liebe Grüße
Ralph/Snoopy

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