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Geschrieben von JoVi66 am 25.06.2003, 21:04 Uhrzurück

Re: sehr interessant: Das Kongo-Abenteuer/Europa auf dem Weg zur Militärmacht...mt

Ach Gott, das ist so ein trauriges Kapitel, und jetzt versuchen die Europäer auch noch ( vielleicht aus nicht zugegebenem Schuldgefühl, da sie sich nicht im Irak beteiligt haben) ein eigenes Süppchen zu brodeln nur um "mitreden" zu können. Es ist nur noch traurig. Es wird im Kongo genau passieren, was ich vor ca 3 Wochen mal angesprochen habe ( im Bezug auf amerikanische Einmischung im Kongo zu Kabilas ( und dessen Sohn) Zeiten. ich habe aus dem Artikel nur einige Stellen extrahiert, die genau das wiederspiegeln vor dem ich mich fürchte:


"Vieles deutet darauf hin, dass sich die europäischen Mächte in ein militärisches Abenteuer gestürzt haben, das seine eigene Dynamik entwickeln wird und dessen Gefahren und Konsequenzen völlig unabsehbar sind. Schon jetzt steht fest, dass es nicht lange dauern wird, bis die Soldaten in schwere Gefechte verwickelt werden. Doch die Entscheidungsträger in Paris, Berlin und Brüssel haben alle Risiken ausgeblendet, um die militärische Eigenständigkeit Europas unter Beweis zu stellen.!"

Oh ja, es wird eine Eigendynamik entwickeln und dann stehen wir da wie die begossenen Pudel und schreien: Die Geister die ich rief........


"Besonders grauenhaft ist die flächendeckende Rekrutierung von Kindern zu Kriegszwecken. Oft werden sie - zum Teil schon als Sechsjährige - gezwungen, den Milizen beizutreten, doch viele von ihnen schließen sich diesen auch freiwillig an. Durch die Jahre des Krieges verwaist und völlig auf sich selbst gestellt scheint ihnen hierin die einzige Überlebenschance zu bestehen. In den Milizen werden sie dann alkoholisiert oder unter Drogen gesetzt, um weder Angst, noch Hunger oder Schmerzen zu spüren.

Ja, helft5 diesen Kindern!!! Unbedingt , aber nicht indem ihr Soldaten runterschickt sondern ihnen das gebt was sie brauchen ( wenn schon nicht Liebe und Fürsorge, so wenigstens ein zuhause (Kinderdorf etc... und eine Ausbildung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Wäre doch auch soviel billiger ( Sarkasmus aber wahr).

"Durch die Ziehung willkürlicher Grenzen, die Instrumentalisierung ethnischer Konflikte und den gezielten Aufbau von in ihrem Interesse herrschenden einheimischen Eliten schufen die abziehenden Kolonialmächte die Grundlagen für andauernde kriegerische Konflikte in der Region - die sie wiederum in ihrem eigenen Interesse zu beeinflussen bemüht waren"

Wir können doch die ethnischen Schwierigkeiten gar nicht ermessen und schon gar nicht mit Truppen beeinflussen! Regierung! Geht das nicht in dein Hirn? Nein , wie auch!

"Im Gegenzug bekamen die Angehörigen jener einheimischen Bürokratien ihr Stück vom Kuchen und waren in der Lage, enorme Reichtümer anzuhäufen (der ehemalige kongolesische Diktator Mobutu Sese Seko soll zum Zeitpunkt seiner Entmachtung ein Milliardenvermögen bei ausländischen Banken gehortet haben"

Tja Mobutu hats gewusst , wie er absahnt

"kam es innerhalb von nur vier Monaten zu einem Massenmord, dem über 800.000 Tutsis und oppositionelle Hutus zum Opfer fielen."

Frage vor allem an unsere Militaristen: wisst ihr wie viel 800 000 ist? Ein gespaltener Schädel x 800 000!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!


"1997 wurde im Kongo der seit Jahrzehnten mit französischer und US-amerikanischer Unterstützung herrschende Diktator Mobutu von Rebellenarmeen unter Führung Laurent Kabilas gestürzt. Diese erhielten ihre wichtigste militärische und finanzielle Unterstützung aus den USA, im Gegenzug wurden schon vor Kabilas Machtübernahme Konzessionen und Schürfrechte an amerikanische Firmen übertragen. Für die Ambitionen Frankreichs war der Machtwechsel eher schädlich, Kongo schien unter den alleinigen Einfluss der Amerikaner zu fallen."

Sagte ich bereits, aber das ist ja schon laaaaange her (mindestens 3 Wochen)

"Darüber hinaus wollen sie ein politisches Signal über den Atlantik senden und ein für alle Mal klarstellen, dass Amerika nicht die einzige Weltmacht mit der Fähigkeit und der Berechtigung zu internationalem militärischem Vorgehen ist. Damit leitet das Kongo-Abenteuer der Europäer eine weitere Verschärfung im Konflikt der Großmächte ein."

Genau zeigt den Amis , dass wir nicht besser sind sondern nur pro forma um den schönen Schein zu wahren jetzt in den Kongo marschieren Soldaten.
JoVi

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