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Geschrieben von Joelina77 am 26.08.2004, 14:32 Uhrzurück

@Schwoba-Papa

Hallöchen...

Zu erstens:

Es ist praktisch nur ein Aushilfsjob als Hausmeister, weil der eigentliche Hausmeister die Arbeit nicht ganz geschafft hat und sehr viel liegengeblieben ist, da es sich aber um eine Schule handelt, und die Stadt keine neue Planstelle zulassen will (man will ja Gelder einsparen), obwohl dies ja nötig wäre, haben sie ihn erst mal für ein halbes Jahr eingestellt, damit die liegengebliebene Arbeit gemacht werden kann, also streichen, Keller entrümpeln, Sanitärinstallationen etc...

Zu zweitens:

Er hatte neurologische Ausfälle und war deswegen auf unbestimmte Zeit krankgeschrieben. Es hätte auch sein können, dass er nie mehr gesund wird, also nie mehr in seinem Beruf hätte arbeiten können.
Er erkrankte so schwer, weil wir einen ganz hinterlistigen schwersten Schimmelbefall der Wohnung hatten, die Dielen und das gesamte Mauerwerk waren befallen, ohne das man es sehen konnte und als wir es bemerkten war es schon zu spät. Wir mussten selbstverständlich sofort ausziehen und uns komplett neu einrichten, da alle Möbel, alle Klamotten "sporenverseucht" waren, ich war 2 Wochen vor der Geburt meines 2.Sohnes, und weil wir dringendst Geld brauchten und vom Amt keines bekommen hätten, musste er wegen der Abfindung kündigen.

Zu drittens:

Ja er ist Gott sei Dank wieder ganz gesund geworden, sonst dürfte er jetzt ja auch noch nicht arbeiten. :-)

Zu deinen weiteren Aussagen:
Ich bin ganz genau der selben Meinung wie du! Mein Lebensgefährte ist natürlich sehr gern bereit auch in einem anderen Beruf, auch einem minderwertigem zu arbeiten (das tut er ja momentan auch), auch für wenig Geld (5€ die Stunde ist ja nicht grad viel)das ist ja nicht das Problem. Es geht ja auch nicht darum, dass die Löhne oder Lohnnebenkosten sinken. Es kann und darf nicht sein, dass die Löhne innerhalb eines einzigen Jahres um fast 200% sinken. Meiner Meinung nach wird hier die Notlage vieler Arbeitsloser in diesem Berufszweig ausgenutzt, da die Arbeitsplätze in diesem Bereich einfach rapide sinken.

Es kann doch einfach nicht Sinn der Sache sein, dass man praktisch zu einer Sklavenarbeit GEZWUNGEN wird, und somit erst zum Sozialfall wird.

Und noch was, wer oder was sollte denn in Zukunft die Arbeitgeber davon abhalten die Löhne drastisch runterzuschrauben? Wenn es jetzt schon anfängt! Ein Mangel an Arbeitskräften besteht dann ja niemals, Bürger werden in ihren im Grundgesetz verankerten Rechte (das Recht auf freie Berufswahl, das Recht zur freien Wahl des Wohnortes) beschnitten.

Ich finde Jeder sollte sich Sorgen machen, denn in Zukunft wird es noch wesentlich einfacher werden gekündigt zu werden. Was spricht dagegen, wenn ein Arbeitnehmer 2 oder 3 mal krank war ihn einfach gegen einen neuen auszutauschen? Einen der vielleicht sogar noch besser qualifiziert ist? Dabei kann man dann noch schnell einen neuen Arbeitsvertrag aufsetzen, in dem ein geringerer Lohn festgehalten wird, ist ja egal, die Arbeitslosen müssen die erstbeste Stelle annehmen, ob sie wollen oder nicht, sie haben keinerlei Wahlmöglichkeiten!

Sooo das war das Wort zum Freitag... von mir an Euch!

Joelina

Meiner Meinung nach hat das wenig mit zu wenig Steuereinnahmen, staatlichem finanziellem Engpass zu tun, meiner Meinung nach will man in der EU einfach wirtschaflich erfolgreich und konkurrenzfähig sein.

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