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Geschrieben von JoVi66 am 28.10.2003, 1:40 Uhrzurück

Re: Schlechte Wirtschaftslage - Güteverhandlung Arbeitsgericht

Also ,mein Vater ist Schöfe beim Arbeitsgericht ( AG-Vertreter ) ind hat mir auf Anfrage folgendes zukommen lassen . Vielleicht hilft es dir weiter . Bin leider kein Jurist.

Verfahren:

Urteilsverfahren
Die erste Instanz ist das Urteilsverfahren vor dem Arbeitsgericht. Die Verhandlung ist in der Regel öffentlich.
Die mündliche Verhandlung beginnt mit einer Verhandlung vor dem Vorsitzenden zum Zwecke der gütlichen Einigung (Güteverhandlung) der Parteien. Erscheint eine Partei in der Güteverhandlung nicht oder ist die Güteverhandlung erfolglos, schließt sich die weitere streitige Verhandlung unmittelbar an.

Berufungsverfahren
Die zweite Instanz ist das Berufungsverfahren vor dem Landesarbeitsgericht. Die Berufung kann nur eingelegt werden,
- wenn sie in dem Urteil des Arbeitsgerichtes zugelassen worden ist,
- wenn der Wert des Beschwerdegegenstandes € 600,- übersteigt,
- in Rechtsstreitigkeiten über das Bestehen, das Nichtbestehen oder die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses oder
- wenn es sich um ein Versäumnisurteil handelt, gegen das der Einspruch an sich nicht statthaft ist, wenn die Berufung oder Anschlussberufung drauf gestützt wird, dass der Fall der schuldhaften Versäumung nicht vorgelegen habe.
Die Frist für die Einlegung der Berufung beträgt einen Monat, die Frist für die Begründung der Berufung zwei Monate.

Revisionsverfahren
Die dritte und letzte Instanz ist das Revisionsverfahren vor dem Bundesarbeitsgericht. Die Revision ist zuzulassen, wenn
- sie in dem Urteil des Landesarbeitsgericht zugelassen worden ist,
- die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung hat oder
- das Urteil von einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, von einer Entscheidung des Gemeinsamen Senats der obersten Gerichtshöfe des Bundes, von einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts oder, solange eine Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts in der Rechtsfrage nicht ergangen ist, von einer Entscheidung einer anderen Kammer desselben Landesarbeitsgerichts oder eines anderen Landesarbeitsgerichts abweicht und die Entscheidung auf dieser Abweichung beruht.
Die Frist für die Einlegung der Revision beträgt einen Monat, die Frist für die Begründung der Revision zwei Monate.
Viele Grüße Jo9hanna

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