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Geschrieben von saulute am 23.02.2006, 0:14 Uhrzurück

Reflexionen über den Tod

Man ist als Mensch, sobald man das Bewußtsein erlangt, ständig mit dem Tod konfrontiert. Als Kind empfindet man als eine irreale Bedrohung. Eigentlich kommt man als KInd ständig mit dem Tod irgendwelcher Verwandten in Berührung, begreift man es nicht richtig und trotzdem wird es einem zum ersten Mal bewußt, dass es einen Tod gibt.
Als halsbrecherischer Jugendliche heroisiert man den Tod, es ist schrecklich, man begreift es schon, es ist mysteriös und doch so heldenhaft. Man will nicht sterben, aber bei jedem großen Weltschmerz wird der Tod (aber nur theoretisch) in Beziehung gezogen. Der Tod ist nicht besonders abschreckend in den jungen Jahren, weil es nicht richtig wahrgenommen wird.
Wenn man älter wird und Familie gründet, erscheint der Tod in seinem grauenvollsten ausmaß für jedermann (finde ich so). Man empfindet den Tod jetzt wirklich sehr real, greifbar nah und sehr bedrohlich. Vor allem fürchtet man die Kinder als Weisen zu hinterlassen oder die Kinder zu verlieren. Ich denke, dass in der Mitte des Lebens jeder Mensch die größte Angst vor dem Tod hat. Weil der Tod weder heldenhaft, noch erlösend ist.
UNd erst dann, wenn man in den letzten viertel seines Lebens trifft, denke ich, dass Menschen sehr besonnen mit dem Tod umgehen können, ja manche sehnen ihn sogar vorbei. Wie meine beiden Omas. die wollten einfach bald in Ruhe sterben. Ich denke, wenn man sein Leben wirklich üppig gelebt hat, muß man am Ende so müde sein (mein wirklich am ende seines Lebens), dass der Tod nicht mehr schrecklich erscheint, sondern als willkommener Gast, als Erlösung von den gebrechen des Altseins.
Vielleicht denkt jetzt ihr alle , ich habe ein Rad ab, aber meine Omas haben mir den Willen und frieden beigebracht, sterben zu wollen. Ich finde es als eine schöne Einrichtung der Natur, dass es diesen alten Menschen eine Angst vor dem Tod auf natürlicher Weise genommen wird.
Tod ist immer was schlimmes, aber es durchläuft so verschiedene Phasen, bis der alte mensch von sich aus bereit und gar nicht verängstigt ist, zu sterben.
Damit wollte ich nur sagen, welch ein natürlicher Vorgang der Tod ist, wenn man ein bestimmtes Alter erreich hat.




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