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Geschrieben von Nurit am 05.09.2005, 9:59 Uhrzurück

Re:Schöne Liebeserklärung

Naja, tolle Liebeserklärung-aber was hat die im Wahlkampf zu suchen?

Im Hamburger Abendblatt gibt es heute einen Artikel von Helmut Karasek u.a. zu Frau Schröder-Köpf und dem stimme ich vollinhaltlich zu...:

Wahlkampf nach Hausfrauenart
Nun gibt es sie also, die Frauenfrage im Wahlkampf, und Doris Schröder-Köpf hat sie gegen Angela Merkel als Streit vom Zaun gebrochen. Ziemlich zickig, hätte man früher gesagt, denn die Kanzlergattin wirft der Politikerin vor, sie verkörpere mit ihrer Vita nicht die Erfahrungen der meisten Frauen, wie sie Familie und Job unter einen Hut bekommen und wie sie ihre Kinder am besten erzögen. Ihr Fazit: Das ist nicht Merkels Welt.

Man möchte zurückfragen: Ist das nun Schröders Welt? Hat er das Ministerium für Familie nicht als Ministerium fürs Gedöns verspottet, das durchaus eine Frau wahrnehmen könnte?

So rechnet Alice Schwarzer, man nennt das einen Bumerang, der Herrin in Gerds Heim und Welt vor, daß sie trotz qualifizierten Berufs lieber Hausfrau ist. Und wie! Möchte man ergänzen! Man muß sich nur vor Augen halten, wie sie, sobald Männe ein Karriereknick droht, auskeilt und austeilt und öffentlich weint, wenn es mit Gerd beruflich bergab geht. Bittere Tränen, anstatt selber mit für den gemeinsamen Haushalt zu arbeiten.

Aber wie sieht die Frauenwelt überhaupt bei Rot-Grün aus? Als Joschka, bevor er als einsamer Platzhirsch heiser röhrend unter der statutenwidrigen Bedingung, keine Frau neben sich zu dulden, in den Wahlkampf zog, da sagte Claudia Roth artig-demütig, ganz nach Hausfrauenart, bei ihm seien die Probleme der Frauen bestens aufgehoben, da habe sie keine Sorge. Besser hätte es die Lieblingsfrau des Sultans von Bahrain auch nicht ausdrücken können.

Und während Doris Schröder-Köpf Angela Merkel die Kinderlosigkeit (die letztere, notabene, mit dem Kanzler teilt, auch Merkel hat angeheiratete Kinder) vorwarf, schäumten die Grünen über den Satz Paul Kirchhofs, des künftigen Finanzministers: Zu einem erfüllten Leben gehören normalerweise Kinder. Bütikofer schalt ihn prompt als gesellschaftspolitischen Reaktionär. Und um klarzumachen, worum es geht, werden Volker Beck und Claudia Roth beim grünen Wahlhöhepunkt einer schwul-lesbischen Hochzeit beiwohnen. Immerhin wollen Beck und Roth dabei das Paar mit Reis bewerfen, ein althergebrachtes Wunsch-Symbol für künftigen Kindersegen.

erschienen am 5. September 2005

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