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Geschrieben von ninas59 am 10.11.2005, 9:30 Uhrzurück

oh, danke Tathogo

ein sehr interessanter Bericht.

Auch wenn ich Bettelheim in einigen wenigen Punkten rechtgebe, so finde ich doch ander Punkte die mir regelrecht Übelkeit bereiten.

Allerdings finde ich in diesem Artikel nicht einen Punkt der meine Ansicht über die Lebensfeindlichkeit der meisten bekannten Märchen widerlegt.

----Zitat:Heute liegt wie in früheren Zeiten die wichtigste und schwierigste Aufgabe der Erziehung darin, dem Kind dabei zu helfen, einen Sinn im Leben zu finden.----
Liegt der Sinn des Lebens wirklich nur darin sein Glück über den Partner zu definieren? Ich möchte meinem Kind nicht den Sinn vermitteln, wenn du lieb und brav bist bekommst du einen Prinzen und wirst glücklich bis ans Ende des Lebens.
Will ich meinem Kind wirklich vermitteln, dass das Glück sich nur mit Reichtum und Adel paart?
Ich liebe Kinder, die sich beim Froschkönig ärgern, dass der süsse Frosch an die WAnd geknallt wird.

Ist die heilende Wirkung von der Bettelheim spricht, dann nicht auch durch einfache Kitschgroschenromanen zu erzielen? Ich stimme ihm definitiv zu, dass zu grausamen Zeiten die Flucht in Traumwelten helfen kann. (dazu gibt es aber auch schöne Märchen)

----Zitat: Unsere positiven Gefühle verleihen uns die Kraft, unseren Verstand zu entwickeln; nur die Hoffnung auf die Zukunft lässt uns den Widrigkeiten standhalten, denen jeder von uns unvermeidlich ausgeliefert ist. Dass man trotz anfänglichen Rückschlägen nicht aufgeben darf, ist eine für Kinder so wichtige Erkenntnis, dass sie in vielen Fabeln und Märchen enthalten ist. -----
in diesem Punkt bin ich ebenfalls Bettelheims Meinung, es gibt sehr viele Märchen die auch dieses Kriterium erfüllen.
Entsprechen Märchen wie Hänsel und Gretel tatsächlich diesen Kriterien? Kinder die von ihren Eltern vernachlässigt werden, und erst dann vom Papa wieder glücklich aufgenommen werden als mit viel Geld nachhause kommen?
Wo übrigens war der Vater von Aschenputtel?
Ebenso wie bei Schneewittchen, ist die ewig böse Stiefmutter der inbegriff des Bösen.

------Zitat: Und das ist ein großer Wert des Volksmärchens, dass das Kind sich erst ängstigt und dann herausfindet, dass die Angst unnötig war, oder unbegründet war. das ist eine sehr wichtige Erfahrung.----
Diesen Punkt verstehe ich nicht, War die Angst von Hänsel und Gretel etwa unbegründet? Hey, die beiden wären fast draufgegange, weil der Vater seine minderjährigen Kinder im Wald ausgesetzt hat.

---Zitat: Rotkäppchen war meine erste Liebe. Ich wusste: Hätte ich Rotkäppchen heiraten können, so wäre mir vollkommene Glücksseligkeit zuteil geworden. ----
Und wenn er nicht gestorben ist, so sucht er heute noch sein Rotkäppchen.

---Zitat:Er nimmt sein goldenes Strumpfband ab und legt es dem Rehchen um den Hals; dann reißt er Binsen aus, flicht ein weiches Seil daraus und bindet das Tierchen daran fest. Nur ein sehr positives persönliches Band - das goldene Strumpfband - kann uns zum Verzicht auf unsere asozialen Wünsche bringen und zu höherem Menschsein führen.
----
Einerseits erzählt man mir, dass die Kinder Märchen nicht so wahrnehmen wie wir, dass sie die Brutalität nicht so auffassen, anderseits aber erhebt man wiederum so einen hohen Anspruch an das Verständnis der Kinder.....


Dies war ein Teil meiner Sichtweise über diesen kleinen Ausflug zu Bettelheims so viel zitierten Buch, "Kinder brauchen Märchen"
Bettelheim als Referenz pro Märchen werde ich zukünftig getrost überlesen.

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