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Geschrieben von Rio am 09.02.2006, 9:37 Uhrzurück

Re: Nurit und andere wg. Kinder selbst unterrichten

Hallo,

"ausserdem sind tiefe Konflikte bei den Kindern vorprogrammiert, denn sie bekommen zu Hause völlig andere Werte vermittelt, als die, denen sie draussen permanent begegnen und mit denen sie sich arrangieren müssen."

Das trifft auf einen Teil der in D lebenden Moslems auch zu. Sollen die auch alle in Extra-Schulen oder zu Hause unterrichtet werden?

Was ist mit den Kindern der Zeugen Jehovas, die ja noch 'ne Ecke härter drauf sind?


"Manchmal denke ich, man sollte akzeptieren, dass es diese Glaubensgemeinschaften gibt und ihnen ihre Art von Leben lassen."

Ja, natürlich. Aber gerade weil das Leben solcher Gemeinschaften zum großen Teil innergemeinchaftlich stattfindet (vom Gottesdienst über die Hauskreise und Bibelstunden bis hin zu Gemeindediensten, vom Kinder- bis zum Jugendkreis, usw.) finde ich für die Kinder die Auseinandersetzung mit der restlichen Welt besonders wichtig.

Was ist mit Kindern, die in Sekten aufwachsen? Diese sind noch mehr auf das Leben innerhalb ihres eigenen Kreises beschränkt. Was, wenn da die Schule wegfällt?

Damit wird diesen Kindern nahezu jede Möglichkeit genommen, sich anders zu entscheiden, weil sie nichts anderes kennen.

"Sollten die Kinder sich selbst gegen den von den Eltern bestimmten Weg entscheiden, kann man ja jede Hilfe zur Verfügung stellen."

Wie sollten sie denn? s.o.

" Ich weiß: das ist auch keine Lösung..."

Eben!

"aber der Zwangsunterricht funktioniert meiner Meinung nach auch nicht."

Wieso nicht?
Natürlich ist es nicht unproblematisch, aber der einzig gangbare Weg.
Das gleiche gilt übrigens auch für den Sportunterricht moslemischer Mädchen.

Viele Grüsse,
Rio

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