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Geschrieben von marit am 04.10.2004, 13:26 Uhrzurück

Re: nur teilweise Zustimmung

ok, deutsche Kultur sollte von deutschen Sendern gefördert werden. Meinetwegen. Es wurde aber keine KUTURQuote gefordert, sondern darunter würden ja auch duetsche Massenproduktionen fallen. Ich selbst habe Jahrelang Heinz Rudolf Kunze begeistert gehört. M.E. war aber die letzte Platte, bei der man noch von sowas wie "vertonter Lyrik" sprechen konnte "Draufgänger", die war übrigens auch noch musikalisch innovativ. Danach ist der einfach hinter sich selbst zurückgefallen, hat offenbar keine kreative Kraft und muß jetzt, nachdem er mit Sicherheit inzwischen stinkreich sein müßte, entweder wirklich etwas vorlegen, was sich mit den neuen, z.T. sehr sprachgewaltigen Künstlern messen lassen kann, oder er muß eben abdanken. Noch schlimmer Westernhagen, dessen Texte immer dümmlicher werden (falls das überhaupt noch möglich ist). Nur weil jemand irgendwann mal bewiesen hat, daß er was drauf hat, muß er doch nicht lebenslang gefördert werden. wo kämen wir denn da hin? zur staatlich geförderten Rocker-Rente? Mit Talentsuchern meine ich ja auch nicht "Postars, DSDS und CO" , dieser Hype ist doch inzwischen auch schon wieder vorbei. Ich meine mit Clubs auch nicht irgendwelche Vorstadt-Tanzschuppen am Samstagabend. Ist doch klar, daß dort keine Experimente gemacht werden. Es gibt aber nach wie vor eine sehr wachse Szene, die sich um unbekannte Künstler bemüht. Wenn man die aktiv unterstützen will, dann muß man in den Städten ab und an kostenlos kleinere Hallen zur Verfügung stellen, wo sie ihre Neuentdeckungen vorstellen können. DAS ist näcmlich der Ort, der den jungen Künstlern das Genick bricht: Die ungeheuerlichen Mieten, die in den großen Städten schon für einen einzigen Abend fällig sind. Vielleicht bin ich ja auch verblendet, weil ich in Köln wohne und mindestens 2mal im Monat bei "Groove attack", einem netten (Vinyl)plattenladen vorbeischaue und dort auf ein sehr neugieriges, interressiertes und wohlinformiertes Personal und Publikum treffe.

Ehrlich gesagt ist mir nur wichtig, daß die Menschen, die sich wirklich für Musik interessieren hören. Die sollen die Möglichkeit haben, an Chart-Alternativen heranzukommen (und die haben sie, wenn auch leider häufig nicht life, wegen der hohen Mieten *protesteinleg*). Was der Rest im Auto auf der Fahrt zur Arbeit hört, ist doch völlig schnurz.

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