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Geschrieben von wassermann63 am 16.12.2004, 15:16 Uhrzurück

nochmal kurz zum Thema Kindesmisshandlung

Heute morgen hatte ich zu dem obigen Thema gepostet, war dann mehrere Stunden außer Haus und musste aber die ganze Zeit an diese Horrorgeschichte und auch die allgemeinen Einstellungen zu Tätern, Opfern, Rache, Bestrafung etc., etc. denken.

Für mich persönlich hatte ich schon vor längerer Zeit entschlossen, im Rahmen meiner Möglichkeiten aktiv zu werden und bin einem e.V. beigetreten, der sich für den Schutz der Kinder auf verschiedenen Ebenen einsetzt. Das gibt mir das Gefühl, wenigstens einen kleinen Beitrag für den Schutz unserer Kinder zu leisten. Und ich fühle mich nicht mehr so ohnmächtig (im Sinne von: ohne Macht) der ganzen Thematik gegenüber.

Das ist jetzt zwar auch keine Patentlösung, aber es ist eine Ansatzmöglichkeit. Gerade heute ist mir beim Einkaufen übrigens aufgefallen, dass in meinem Minidorf (ich glaube, so 2000 Einwohner) fast alle Läden und öffentlichen Büros mit dem Schild: Insel für Kinder in Not ausgestattet sind. Das heißt, Kinder (die schon lesen können...) und sich gepeinigt fühlen (sei es durch Mitschüler, Lehrer oder ihre Eltern oder Fremde), können da hinein flüchten und bekommen Hilfe und Unterstützung.

Auch diese Initiative ist vielleicht nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, zeigt aber auf, dass so langsam ein Umdenken stattfindet. Auch die Möglichkeit, unerwünschte Kinder in anonymen "Krippen" abzugeben, ist ein Meilenstein auf diesem langen Weg. Schade nur, dass derartige Informationen oftmals diejenigen nicht erreichen, die sie am nötigsten hätten (nicht weil es Analphabeten wären oder weil sie nie Fernsehen schauen, sondern weil die Information, wo sich diese Krippen befinden, einfach noch nicht effektiv genug rüberkommt).

Zum Thema Behandlung der Täter bin ich aber gestern wie heute der Meinung, dass es da in manchen Fällen zu spät für alles ist, sozusagen Hopfen und Malz verloren und man soll meiner Meinung nach gar nicht zu viele Ressourcen für eine fast unwahrscheinliche Heilung aufwenden. Und selbst, wenn so ein Unmensch durch Drogen so weit gebracht wird, dass sein Hirn diese aggressiven Instinkte nicht mehr hervorbringt oder er kastriert wird, dann hat er dennoch eine UNVERZEIHLICHE UND NIE WIEDER GUTZUMACHENDE Schuld auf sich geladen. Scheißelternhaus hin oder her. Deswegen befürworte ich in solch eindeutigen Fällen die in Deutschland höchst mögliche Haftstrafe, wie gesagt, ohne ihm/ihr besonderen Schutz vor sich selbst und den anderen zu gewähren.

So, bevor mein Sohnemann mir jetzt die Bude komplett auseinandernimmt, werde ich mich von der Tastatur lösen und ihm hinterherräumen *hechel*.

VG
JAcky

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