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Geschrieben von ibag am 08.12.2005, 10:51 Uhrzurück

Nochmal Krankenkasse....

Immer höhere Beiträge– Immer weniger Leistungen
Kassenwut!

Von CH. SCHMITZ und K. UGOWSKI

Berlin – Riesenwut bei Millionen Kassenpatienten!
Im kommenden Jahr sollen die Beiträge vieler gesetzlicher Krankenkassen deutlich steigen (BILD berichtete) . Aber die Leistungen und der Service werden immer schlechter!

Arzneimittel: Für immer mehr Medikamente erstatten die Kassen nicht mehr den vollen Preis! Per Gesetz soll diese Regelung im nächsten Jahr noch verschärft werden.

Folge: Wer nach dem neuesten Stand der Medizin behandelt werden will, muß in vielen Fällen kräftig draufzahlen. Denn Ärzte verschreiben nur noch Billigmedizin – oder der Patient muß die Mehrkosten selbst tragen.

Nach Angaben des Verbandes forschender Arzneimittelhersteller bekommen deshalb schon heute rund 84 % der Alzheimer-Patienten, 65 % der Patienten mit chronischen Schmerzen und 85 % der Tumorschmerzpatienten nicht mehr ihr vertrautes Medikament.

Zahnersatz: Diese Beiträge in Höhe von 0,9% des Lohns müssen Versicherte seit Juli 2005 allein zahlen (kein Arbeitgeberanteil mehr). Und: Statt prozentualer Zuschüsse gibt es nur noch feste Pauschalen für „Standardleistungen“. Folge: Für viele Behandlungen (z. B. Keramikfüllungen) sind höhere Eigenbeteiligungen fällig.

Rezeptgebühr: Seit 2004 müssen Kassenpatienten für verschreibungspflichtige Medikamente 5 bis 10 Euro zuzahlen (vorher max. 5 Euro). Rezeptfreie Arzneien werden in der Regel gar nicht mehr von der Kasse bezahlt.

Krankenhaus: Kassenpatienten müssen fürs Mehrbettzimmer 10 Euro/Tag zuzahlen – bis zu 28 Tage lang (vorher nur 9 Euro/Tag für max. 14 Tage).

Krankenkassenbeitrag: Durch die Sparmaßnahmen sollte der Beitrag von durchschnittlich 14,3 % auf 13 % sinken. Tatsächlich liegt er heute (inkl. Arbeitgeberanteil) im Schnitt bei 14,1 %.

Ganz gestrichen: Sterbegeld, Entbindungsgeld, Kosten für „medizinisch nicht notwendige“ Sterilisationen. Brillen und Kontaktlinsen werden nur noch für Kinder, Jugendliche und schwer Sehbehinderte gezahlt.

FDP-Generalsekretär Dirk Niebel zu BILD: „Ständige Kürzungen zu Lasten der Patienten sind die Bankrott-Erklärung unseres Gesundheitssystems.

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