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Geschrieben von Stephie und Mina am 01.07.2004, 11:48 Uhrzurück

Re: Niedriglöhne (sehr sehr lang)

Du hast ja im Prinzip Recht, allerdings muss ich zweierlei Dinge anmerken:
ich kenne Langzeit-Sozielhilfeempfaenger, die keine Lust haben zum Arbeiten, weil sie fuers Nixtun ebensoviel Geld bekommen.
Meinst Du nicht auch, dass es manch einen zu Recht trifft mit dieser Regelung??
Nicht alle natuerlich, aber doch einen grosen Teil.
Ausserdem werden ja Wohngeldzuschuss etc. bleiben.
D.h., die Regierung wird sicher niemanden zwingen unter dem Existenzminimum zu leben und dabei 8 Stunden zu schuften.

Hier in Spanien sind die Lebenserhaltungskosten so sehr gestiegen, dass sie teils hoeher als in Deutschland sind.
Der Durchschnittslohn der arbeitenden Frau liegt bei 3,47€ die Stunde, d.h. ich muss an 6 Tagen je 9 Stunden arbeiten, um 750€ zu verdienen.
Ich zahle aber mindestenz genausoviel fuer Lebensmittel wie Ihr in Deutschland.
Zusaetzlich muessen wir zum Kursbeginn (Schule und KiGA!!) 3 Uniformen kaufen und Buecher und Material. Das werden etwa 400€ sein.

Sozialhilfe gibt es in Spanien keine, Arbeitslosengeld wird max. 18 Mon. gezahlt, dann ist damit Schluss.
In besonders schweren Faellen (AE mit Kind) bekommt man max. 330€ Familienhilfe, fuer max. 18 Monate.

Du siehst, hier wirst Du gezwungen zu arbeiten.
Sonst gibt es keinen Plerer.

Ich will damit niemanden angreifen, nur mal die Unterschiede aufzeigen!

LG

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