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Geschrieben von maleja am 19.02.2006, 19:24 Uhrzurück

Neuester Stand

Erste Hühner werden getötet
Bauernhof mit 2.000 Tieren betroffen - Merkel auf Rügen
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Schwerin - Auf Rügen beginnt als Vorsichtsmaßnahme gegen eine Ausbreitung der Vogelgrippe die Tötung von Nutztieren. Grundlage dieser Entscheidung sei eine "umfassende Risikobewertung", so der Agrarminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus. Bisher sei aber noch kein Befall bei Haustieren festgestellt worden. Betroffen von der Keulung seien vor allem Enten und Hühner. Backhaus nannte keine genaue Zahl der Tiere, die gekeult werden sollten. Die Besitzer hätten jedoch mit Verständnis reagiert. Auf Rügen werden insgesamt rund 400.000 Tiere gehalten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel reiste unterdessen nach Rügen, um sich ein Bild von der Lage auf der Ostseeinsel zu machen, die in ihrem Wahlkreis liegt. Merkel zeigte sich besorgt und bot den Einsatzkräften vor Ort weitere Hilfe des Bundes an. "Die Lage ist ernst", sagte Merkel nach Gesprächen mit Vertretern des Krisenstabes in Bergen. Es müsse alles getan werden, um ein Übergreifen des gefährlichen Virus auf Nutzgeflügel zu verhindern, betonte Merkel.

Erste Tiere gekeult

Auf dem Bauernhof Kliewe in Mursewiek wurden am Morgen die ersten von fast 2.000 Gänsen, Hühnern und Enten gekeult, wie Landwirt Holger Kliewe bestätigte. In seinem Betrieb sei das Virus zwar nicht festgestellt worden. Er töte die Tiere aber, um Schaden von der Bevölkerung abzuwenden.

Hunderte tote Vögel entdeckt

Auf Rügen waren am vergangenen Dienstagabend die ersten Vogelgrippeverdachtsfälle in Deutschland gemeldet worden, inzwischen gibt es dort 59 bestätigte Fälle des auch für Menschen gefährlichen H5N1-Virus' bei Wildvögeln. Ein Kamerateam des ZDF entdeckte nach Angaben des Fernsehsenders bei einem Überflug über Rügen sogar mehrere hundert tote Vögel, vorwiegend Schwäne. Die Kadaver lägen an der Südspitze der Halbinsel Bug, zwischen Rügen und der Halbinsel Ummanz sowie einige hundert Meter entfernt von der Insel Riems, auf der die Bundesforschungsanstalt für Viruserkrankungen untergebracht ist.

Scharfe Kritik an Inselbehörden

Bundesregierung und die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern haben derweil die Inselbehörden scharf für den Umgang mit dem Ausbruch der Tierseuche kritisiert. Die Kritik gilt vor allem einer mangelnden Absperrung der betroffenen Gebiete. Backhaus bat zur Bewältigung der Situation die Bundeswehr um Amtshilfe. Die Soldaten sollen bei der Absperrung der Schutzzonen sowie der Desinfektion helfen.

Erster Fall in Frankreich

Erstmals wurde das Virus H5N1 auch in Frankreich nachgewiesen. Dabei handelte es sich um eine toten Wildente im östlichen Département Ain. Österreich ordnete am Samstag landesweite Stallpflicht an, nachdem auch in Wien ein mit H5N1 infizierter Schwan verendete. (ia/AP/dpa/AFP)

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