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Geschrieben von Ralph am 16.12.2004, 15:50 Uhrzurück

Naja, und wo setzt Du die Grenze??

Hi Jacky,

die ersten Absätze kann ichn gut nachvollziehen.

Dein letzter Absatz zeigt aber letztlich doch Deine Ohnmacht, und genau darum geht es doch. Abgesehen davon, daß es natürlich bei der beurteilung dieser Straftaten um die Schuldfähigkeit geht (rechtswidrig sind diese taten regelmäßig, ich sähe keinen einzigen Rechtfertigungsgrund).

Hopfen und Malz verloren, nicht unnötig ressourcen verschwenden... alles soweit klar. Nur, woran willst Du das festmachen? Bei wem sollen noch "Ressourcen" zugestanden werden, wen läßt man fallen? Mal ganz abgesehen davon, daß die Strukturen dieser Täter so unterschiedlich sind, daß man das eh nicht verallgemeinern kann.

Psychologische Arbeit, Tataufarbeitung, medikamentöse Einstellung dieser Menschen... letztlich sind das alles bemühungen auf Vorschuß, ob es was hilft oder geholfen hat, weiß man erst Jahre oder Jahrzehnte später. Und so manch einer ist trotzdem zeitlebens eine tickende Zeitbombe.

Viele dieser Täter ziehen sich im Laufe ihrer Haft gänzlich in sich zurück, als Laie kommt man überhaupt nicht an sie heran, als Profi oft genug auch nicht. Da möchte ich nicht wissen, welche Seelenqualen diese Menschen evtl. durchleben. Es sind ja keine Tiere, sondern oftmals hochintelligente Menschen.
Natürlich gibt es auch diese kühlen, berechnenden Täter, die einem die pure Wut aufsteigen lassen.
Der Strafvollzug hat aber eindeutig definierte Aufgaben, und darf da - gottlob - keine Unterschiede machen. In der Praxis sieht es da sehr mau aus, und oft genug können ernstgemeinte Ansätze seitens der Täter aus Kostengründen nicht aufgegriffen werden.

Was meinst Du eigentlich damit: "... wie gesagt, ohne ihm/ihr besonderen Schutz vor sich selbst und den anderen zu gewähren..." Ich hoffe sehr, daß Du nicht das meinst, was ich vordergründig herauslesen MUß, denn das hat nichts mehr mit Rechtsstaat zu tun und geht gefährlich in Richtung Lynchjustiz und Dulden von Vorgängen, die unserem Rechtsstaat fremd bleiben sollten. Wenn doch, weißt Du hoffentlich um die Konsequenzen, die daraus folgen. :-)

Mir wäre es vor allen Dingen lieber, wenn sich mehr um die Opfer und/oder Eltern der betroffenen Kinder gekümmert würde.

Viele Grüße
Ralph/Snoopy

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