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Geschrieben von Marit am 18.12.2002, 14:05 Uhrzurück

Nachtrag

Hallo roxa,
zu dem angeblichen Widerspruch, den du da konstatierst:
es ist keineswegs so, daß für jeden entlassenen Rentner jemand "nachrückt". Vielmehr werden diese Stellen in der Regel wegrationalisiert.
Außerdem verbitte ich mir, mit "Mädel" angesprochen zu werden. Wenn du dich mit meinen zugegebenermaßen provokativen Thesen (provokativ aber nur, weil man vieles, was einem die Eltern so erzählen für selbstverständlich und unangreifbar hält) nicht wirklich auseinandersetzen und mich stattdessen nur abwerten willst, dann tut mir das leid.
Abgesehen davon werden hier viel heftigere Sachen in den Raum gestellt, die nicht so harsch angegangen werden.Themen wie "Straftäter als Laborratten" sind doch wohl um einiges krasser, als wenn ich die These aufstelle, daß die Rentner auch ein paar Kürzungen in Kauf nehmen könnten.
Wenn ich meinen niedrigen Lebensstandard (kein Auto, zu dritt eine 2-Zimmer-Wohnung, keine Sparrücklagen - und das trotz angesehenem Beruf) bedaure, muß ich mir anhören "hungern muß doch hier niemand", wenn ich dasselbe aber euren und meinen Vätern und Müttern sage, werde ich hier zerfetzt. Gebührt uns denn weniger Respekt als unsern Eltern, sind wir weniger wert?
Abgesehen davon kannst du dir genausowenig anmaßen, mein Leben zu beurteilen (stichwort 'Verzogen'), wie ich sagen darf 'dein Vater soll sich nicht so anstellen'.
Ich habe ebenfalls alles andere als eine sorgenfreie Jugendzeit gehabt (übrigens kam mein Vater auch immer erst um 22 Uhr nach hause, angeblich wegen überstunden, später stellte sich das aber dann als Vorwand heraus); werde das aber niemals gegenüber meinen Kindern ins Feld führen um überzogene Versorgungsansprüche geltend zu machen.
Natürlich wäre jedem zu wünschen, der jahrzehntelang in die Rentenkasse gezahlt hat, seinen Lebensstandard auch im Alter beibehalten zu dürfen. Ich seh nur nicht ein, warum wir dafür zahlen sollen, daß unsere Eltern das noch können, wir selbst aber nicht mehr. Zu einer Zeit wo Arbeitskräfte händeringend gesucht wurden, läßt es sich eben auch leichter auf Erziehungsgeld verzichten, als zu einer Zeit, wo man -gerade als Frau- nach 2-3 Jahren Abwesenheit die Chance auf Karriere begraben kann.

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