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Geschrieben von Nina H. am 13.04.2003, 11:59 Uhrzurück

Na, wenn das mal nicht ein "winziger" Lichtpunkt ist..."Um des "Friedens Willen"

Um des "Friedens Willen"
Scharon gibt Siedlungen auf

Der israelische Premier Ariel Scharon ist bereit, um des "Friedens Willen" jüdische Siedlungen aufzugeben. "Für den Frieden im Nahen Osten müssen wir einige dieser Orte aufgeben", schreibt in der Zeitung "Haaretz ".

Nach dem Fall des Regimes von Saddam Hussein im Irak habe sich eine neue Friedenschancen in Nahost ergeben. "Das Vorgehen der USA im Irak hat eine Erschütterung im ganzen Nahen Osten ausgelöst, und es bringt die Aussicht auf große Veränderungen mit sich", sagte Scharon in einem Interview mit der links-liberalen Zeitung. Dies schaffe eine Gelegenheit für bessere Beziehungen Israels mit den arabischen Staaten und den Palästinensern.

Er sehe zudem angesichts der Ernennung des neuen palästinensischen Ministerpräsidenten Mahmud Abbas (Abu Masen) bessere Chancen für einen Friedensschluss. "Abu Masen versteht, dass es unmöglich ist, Israel mit Hilfe von Terrorismus zu besiegen."

Der rechtsgerichtete Regierungschef bekräftigte, er sei für eine Lösung mit den Palästinensern zu "schmerzhaften Konzessionen" bereit. Dies bedeute für ihn die Aufgabe von Orten, die tief mit der jüdischen Geschichte verknüpft seien. "Ich weiß, dass wir einige dieser Orte abgeben müssen (...). Als Jude schmerzt mich das. Aber ich habe entschieden, jede Anstrengung zu unternehmen, um eine Einigung zu finden." Genauere Äußerungen über die mögliche Räumung von Siedlungen wollte Scharon nicht machen.

Die Einrichtung eines Palästinenserstaates sei unvermeidlich und auch im israelischen Interesse, betonte Scharon. "Man muss die Dinge realistisch sehen - am Ende wird es einen palästinensischen Staat geben", sagte er dem Blatt. "Ich glaube nicht, dass wir über ein anderes Volk herrschen und sein Schicksal bestimmen sollten. Wir haben nicht die Stärke dafür. Es ist eine sehr schwere Last für die Öffentlichkeit und es bereitet ethische und schwere wirtschaftliche Probleme. " Die Besatzung der Palästinenserstädte könne nicht von Dauer sein.

Scharon galt stets als Befürworter der israelischen Siedlungspolitik, hat aber nach dem Friedensabkommen mit Ägypten Ende der 70er Jahre die Räumung von Siedlungen auf dem Sinai akzeptiert.

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