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Geschrieben von Susi1994 am 11.02.2005, 15:52 Uhrzurück

Mutter-Kind-Kur/Ablehnung durch AOK

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich - Mutter von 3 Kindern - habe bei meiner Krankenkasse eine Mutter-Kind-Kur beantragt. Mein großer Sohn (10 Jahre) hat ADS - der Träumer-Typ, der besonders viel Unterstützung und Aufmerksamkeit benötigt, meine Tochter Neurodermitis mit Tendenz zur Verlagerung auf die Atemwege - sie bekommt "beim kleinsten Windhauch" einen sehr starken Reizhusten und hustet die ganze Nacht durch bis zum Erbrechen - und bei meinem Kleinsten ( 1 3/4 J.) sieht es so aus, als finge es mit den Hautproblemen auch bei ihm an. Zusätzlich sind die Kinder ständig krank - Angina, Mittelohrentzündungen, Erkältungen, Bronchitis etc. mit der Folge, dass auch ich ständig krank bin. Wann ich zuletzt eine Nacht durchschlafen konnte, weiß ich schon gar nicht mehr. Mein Tag beginnt um 6.30 Uhr und endet gegen 22.00 Uhr. In der Zeit bin ich vollauf mit Haushalt und Kindern beschäftigt. Ich habe Rückenprobleme und eine Beckenbodenschwäche und bin jetzt an einem Punkt angekommen, an dem ich mich ziemlich ausgepowert fühle. Auf Anraten der Ärzte habe ich - mit Hilfe einer Kurberaterin, die auch schon in Ihrem Hause eine Mutter-Kind-Kur machen durfte - eine Mutter-Kind-Kur bei der AOK beantragt. Entsprechende Arztberichte für meine Kinder und mich habe ich der Krankenkasse vorgelegt. Die Kurberaterin hat mir Ihr Haus ausdrücklich empfohlen und wollte mich dann auch dort anmelden.

Die AOK hat meinen Kurantrag mit der Begründung abgelehnt, es gäbe für mich ja genügend Möglichkeiten vor Ort, die ich noch nicht ausgeschöpft hätte. Ich finde das ziemlich unverschämt, wie wenn es nur an mir liegen würde, dass ich keine Zeit für mich tagsüber habe. Wer kümmert sich in meiner Abwesenheit denn um die Kinder und den Haushalt ? Ich könne ja meine Kinder bei einer Kinderbetreuung im Nachbarort (Stunde € 5,00 abgeben). Mein Kleinster ist ein richtiges Mamma-Kindchen und weicht mir keinen Meter von der Seite. Hab ich ein Knöpfchen auf dem Rücken, auf das ich bei gewünschter Entspannung und Ruhepausen einfach draufdrücke und alles ist erledigt? Ist der Erfolg, wenn man zwischen Haushalt+Kindern und "Entspannungsstunde" hin- und herhetzt denn wirklich vorhanden? Weiter wird geäußert, ob eine Mutter-Kind-Kur denn dann, wenn ich so eingespannt und keine Nacht durchschlafen könnte, sinnvoll sei, ob hier nicht getrennte Kuren besser wären (typische Antwort einer ca. 20-jährigen Sachbearbeiterin, die von Kindern keine Ahnung hat). Meine Kinder gehen aber nicht ohne mich in eine Kur. Das hat mir selbst mein Großer ausdrücklich erklärt. Außerdem - meint die Krankenkasse - müsste es ja ein Kurheim sein, das allen "Patienten" gerecht werden würde, da die Kinder ja eine große Bandbreite an verschiedenen Erkrankungen haben.

Zudem werde eine Kur entsprechend den gesetzlichen Vorschriften nur dann genehmigt, wenn in der Kur eine dauerhafte Besserung erzielt werden könnte. Infektanfälligkeit bei den Kindern und bei mir gelte nicht als medizinische Indikation für die Zusage der Kur. Hier müßte ich halt Urlaub an der Nord-/Ostsee machen. Und die anderen Krankheiten - wie ADS, Neurodermitis - würden sich ja während der Kur auch nicht bessern.

Hat mir jemand einen Rat, wie ich der AOK hier begegnen kann ? Ich bin ehrlich gesagt ziemlich stinke sauer auf die AOK.

Ich bedanken mich bereits im voraus.
Susi1994

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