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Geschrieben von marit am 20.10.2004, 7:51 Uhrzurück

Re: Modifikation von Benediktes Vorschlag

Das Hauptproblem ist ja auch die Frage, inwieweit man Selbstverantwortung für den eigenen Körper überhaupt an Krankheiten festmachen kann. Unser Sozialsystem läßt Menschen, die "selbstverschuldet" in der Scheiße sitzen ja auch nicht im Stich. Bei Krankheiten sollte das noch viel weniger so sein, da es ja schließlich um Leben oder Tod gehen kann. Wenn mir die Versicherung für ein Auto zu hoch ist, kann ich ja auf ein Auto verzichten - auf meine Gesundheit aber nicht.

Wie will man z.B. unterscheiden, ob jemand z.B. zu dick ist, weil er einfach etwas undiszipliniert ist oder ob eine ernshafte Eßstörung vorliegt, die ja eine Suchterkrankung ist. Dann gäbe es einmal einen großen Verwaltungsaufwand, der das auseinanderdividieren müßte (wer trägt die Beweislast), zum anderen müßte man dem dann als suchtkrank erwiesenen ja anderweitig helfen (z.B. durch eine Psychotherapie). Außerdem: wieso glaubt man, daß der starke Raucher, der mit 60 an Lungenkrebs stirbt die Kassen mehr kostet, als jemand, der immer supergesund war, deshalb 95 wird und zum Schluß eine Alzheimer-Erkrankung bekommt. Steuern kann man allenfalls über ein Beitragsrückerstattungssystem wie bei den Privaten (warum das nicht einfach bei der gesetzlichen einführen? Vielleicht nicht gleich 4 Monatsbeiträge, sondern 2). Das erhöht die Hemmschwelle, wegen Kleinigkeiten zum Arzt zu gehen. Allerdings sollten Vorsorgeuntersuchungen, die nachweislich späteren schlimmen Erkrankungen vorbeugen davon ausgeschlossen sein.

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