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Geschrieben von marit am 19.10.2004, 9:38 Uhrzurück

Re: Modifikation von Benediktes Vorschlag

Also von der Idee her denke ich schon, daß die Bürgerversicherung fairer ist, als die Kopfpauschale (die Frage ist, ob sie auch so gut funktioniert). Zu deiner Kritik: wenn andere Einkommensarten berücksichtigt werden, dann müßten prozentual die Beiträge doch sinken. D.H. wenn die jetzt bei 14 % liegen, aber nur auf Löhne erhoben werden, dann müßte man doch, wenn man alle Einkommensarten abdeckt und auch Beamte und Selbständige einschließt dafür mit weniger Prozentpunkten auskommen - so wären die Lohnnebenkosten dann doch entlastet. wieso denkst du, daß davon vor allem wieder die Jungen belastet würden? Das größte Sparvermögen (und damit auch Kapitalzinsen) haben hierzulande doch die Rentner. Man muß ja erstmal ne Weile sparen, damit man da überhaupt über nennenswerte Beträge verfügen kann.


Deinen dritten Weg finde ich eigentlich ganz gut - allerdings mit geringer Modifikation. Es sollte eine Pflichtversicherung für alle geben, die insofern Basisversicherung ist, als sie einfach alles abdeckt, was lebensbedrohlich wäre oder bei Nichtbehandlung zu chronischen Behinderungen oder Krankheiten führte (ohne Ansehen von Risikogruppen, bestimmten Organen oder Unfallursachen). Damit wäre natürlich jede Form von Notfallmedizin abgedeckt, die Chemotherapie, aber natürlich auch die doppelseitige Lungenentzündung.Nicht aber die Erkältung, die leichtere Grippe oder die Paartherapie. Daneben müßte es aber ein umfangreiches System von Zusatzversicherungsoptionen geben, die ähnlich wie z.b. Hausratsversicherungen funktionieren. Das Problem ist bloß: du schreibst, du würdest dich nicht gegen Fertilitätsstörungen versichern - klar: als Mutter von 4 Kindern. Würdest du das aber tun, müßtest du nur einen lächerlich geringen Beitrag zahlen müssen, wohingegen eine Frau mit seit 3 Jahren unerfülltem Kinderwunsch vermutlich gar nicht erst in die Versicherung hineinkäme. Vielleicht müßte es daneben dann auch eine Art Verpflichtung zur Aufnahme in eine solche Versicherung geben. Warum z.B. sollte eine Versicherung zur Reha-Behandlung nach Sportunfällen z.B. einem professionellen Skispringer eine Versicherung überhaupt anbieten? Das Risiko, daß der Versicherungsfall eintritt, wäre doch viel zu groß. Ein vorbestrafter Pyromane würde ja auch keine Brandschutzversicherung bekommen.

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