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Geschrieben von Cosmicos am 20.02.2006, 8:30 Uhrzurück

Mein 2-stufiger TS-Vorschlag versumpft da drunten (2. verbesserte Version)

Ein Straftäter, der rechtskräftig wegen eines Kapitalverbrechens verurteilt wird, bekommt zusammen mit seinem Urteil die Vorstrafe "Verlust des Grundrechts Aufhebung der Todesstrafe nach Artikel 102 des Grundgesetzes". Man könnte zusätzlich, um die Verfahrenszeiten (die Verweildauer der Delinquenten) zu verkürzen auch noch gleich die Zahl der Berufungsinstanzen limitieren, z.B. auf 1 Instanz.

Dann ist nach 1-2 Jahren Schluss.

Sollte der Täter wieder nach dem gleichen Verbrechenstyp (zu diskutieren, könnte auch noch weiter gefaßt werden) wieder straffällig werden, so ist die Todesstrafe erlaubt.

Was soll mit der (Todes)strafe bezweckt werden?

Daß Strafe generell keine Abschreckungswirkung hat, brauchen wir hier nicht zu diskutieren. Der Affekttäter denkt sowieso nicht darüber nach. Die anderen glauben bei der Tat ohnehin, daß sie nicht erwischt werden. Also keine Abschreckung.

Die Strafe hat aber auch die Aufgabe der Sühne (Rache) - nicht des Staates, aber der Angehörigen der Opfer - damit diese wieder ihren Seelenfrieden bekommen. Auch wenn es welche gibt, denen das nicht hift, es kann auch welche geben, denen es hilft, und das reicht schon.

Die für mich wichtigsten Komponenten der Todesstrafe sind jedoch nicht die Sühne, sondern die Vermeidung von unnötigen Kosten und der finale Schutz der Allgemeinheit.

Ein Straftäter, der im Wiederholungsfall sowieso lebenslänglich (15 Jahre) weggesperrt wird und anschließend in eine lebenslängliche Sicherungsverwahrung kommt, kann gleich getötet werden. Das spart Kosten. Es hat aber zudem den Vorteil, daß der Täter nicht durch ein Versehen der Behörden oder z.B. durch Ausbruch doch wieder frei kommen kann, also auch noch den finalen Schutz der Bevölkerung.

Außerdem:

Wenn ich einen Unschuldigen lebenslänglich wegsperre, dann foltere ich ihn 15 Jahre oder länger jeden Tag. Unschuldig eingesprerrt zu werden und um zig Jahre seines Lebens gebracht zu werden ist Seelenfolter vom Feinsten. Wenn sich der Staat schon irrt (und zwar im Widerholungsfall s.o.), dann gleich richtig. Da muss der fehleranfällige Mensch damit leben. Dadurch, dass ich das 2-stufig mache, multiplizieren sich die Wahrscheinlichkeiten zu einer tollerierbaren Größe für eine Fehl-TS-Vorstreckung.

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