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Geschrieben von Benedikte am 03.03.2006, 22:18 Uhrzurück

Re: medizinisch notwendiges und sozialpolitisch wuenschenswertes

Also,
ich habe mir diese Petition angeschaut-sie ist inhaltlich und grammatisch der reine Witz.
Der Bezug auf Art.6 GG ist daneben-das GG schuetzt die existierenden Familien, nicht die erst zu Schaffenden. Der Bezug auf den Fortbestand der Sozialsysteme ist auch nicht richtig- wir haben doch gerade erst festgestellt, dass Kinder aus leistungsfaehigen Familien mit Selbstverantwortung fehlen.Gerade die Familien, die immer nach Transferleistungen rufen,hoehlen ja die Sozialsysteme aus, statt sie zu unterstuetzen.Deswegen krigen arbeitende fRauen ja auch kuenftig leistungsgerechtes Erziehungsgeld.

Der Hit war natuerlich der Satz
" Meines Erachtens ist in der eingeschränkten Zeugungsunfähigkeit ein Krankheitsbild zu sehen".
Eingeschraenkte Zeugungsunfaehigkeit- wenn zweimal negativ positiv gibt, dann bedeutet das normale Fertilitaet und entspricht dem Idealfall.Ausserdem wimmelt es nur so vor Kommafehlern und abstrusem Satzbau.

Man versteht natuerlich doch, worauf sie hinaus will.Und die FRage ist geklaert- bei unerfuelltem Kinderwunsch blutet nichts, ist nicht gebrochen oder hat zu hohe Werte- es ist keine akut und notwendig behandlungsbeduerftige Krankheit ( Infertilitaet ist als solche im uebrigen anerkannt- da ist die Petentin ihrer Zeit hinterher).Und deshalb wurde hier der Schnitt gemacht. Das ist schon fuer die Betroffenen traurig-aber wo sollte die Grenze gezogen werden?Genausoschlimm wie fuer die einen die Kinderlosigkeit ist fuer den naechsten das Segelohr, die Reiterhosen, die Narbe- und die OPs zahlt auch keiner.Und empfinden ihr Problem auch als ungeheuer brennend, genau wie die Kinderlosen ihres.

Und wem sollte man die Behandlung zahlen, wem nicht?Wenn ich an die meldungen der sechszigjaehrigen Muetter denke- wieso soll da die Krakenkasse fuer aufkommen?Wenn man aber das Alter auf vierzig, dreissig oder wie auch immer herabsetzt- wieso darf man keine Altersgrenze festsetzen?Ist das nicht Altersrassismus?Oder: Jeder Mnesch weiss, dass die fertilitaet ab dreissig bei Frauen rapide nachleasst. Wenn FRauen, die diesen Zeitpunkt aus welchem Grund auch immer haben verstreichen lassen, wieso soll die KasseAllgemeinheit deren Kinderwunsch mit vierzig dann zahlen?Wieso sollten die nicht das Geld vorher selber ansparen?
Soll man dem 30jaehrigen ALG-Empfaenger, der aus seiner ersten vier Ehen sieben Kinder hat, fuer die er keinen Unterhalt zahlt, fuer die 5.Ehe die Fruchtbarkeitsbehandlung zahlen?Das kann es doch alles nicht sein.

Ich weiss nicht, ob die hier genannten Beitraege von 2000 Euro fuer einen Behandlungszyklus richtig sind. Aber wenn- dann kann ich nur sagen, dass die Kinderwunschbehandlung bedeutend billiger ist als das, was ich fuer die Kinderbetreuung im Jahr zahle.Abgeshen von den uebrigen extras wie Weggehen, Essen, Kleidung, Geschenke.Von daher waere mein Rat an die Petentin, dass sie drei Monate so leben solle, als haette sie Kinder und die Kosten fuer Kita, Schulbuecher etc. auf die Seite legen soll. Davon kann sie dann die Behandlung zahlen.

Benedikte

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