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Geschrieben von Ralph am 21.07.2005, 14:17 Uhrzurück

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Hi Stephie,

Zitat aus Deinem Posting unten:

"Da ist in erster Linie der Taeter, der wohl in irgendeinem Krankenhaus "leben" kann. Mit einem vernuenftigen Zimmer, aerztlicher Versorgung, guter Ernaehrung, etc. Er muss sicher auch nie mehr arbeiten gehen.
Kann also weiterleben wie bisher, mit der kleinen Einschraenkung, dass er wohl nicht mehr ohne Aufsicht herumlaufen kann."

Also jetzt hast Du Dir gerade selber widersprochen. Ausgehend davon, daß das Krankenhausessen der Patienten nicht besser sein dürfte wie das, was Du jahrelang gegessen hast, was Du als "nicht so toll" qualifizierst, frage ich mich, wie sich das mit Deiner Ansicht nach "guten Ernährung" verträgt.
Einigen wir uns darauf, daß die Menschen in den krankenhäusern ein durchschnittliches Essen erhalten, ok?
Wirklich gleichbleibend gutes Krankenhausessen habe ich nämlich auch noch nicht erlebt. :-)

DAsselbe gilt für die Zimmer: Ich möchte ein eigenes Zuhause, welcher Art auch immer, niemals dauerhaft mit einem Krankenhauszimmer tauschen. Git, ein zwangsaufenthältiger Dauerpatient wird sich irgendwie einrichten, trotzdem wird er nicht gerade glücklich sein.

Die ärztliche Versorgung ist für JEDERMANN in unserem Staat gewährleistet, und das solldoch, bitte, so bleiben. Brauchen wir also auch nicht gesondert zu erwähnen. Und Chefarztbehandlung wird der Stragtäter auch nicht mehr genießen wie jeder Kassenpatient (nämlich kaum).

Ist ein Straftäter dauerhaft gerichtlich in der geschlossenen Psychiatrie untergebracht, so gilt er als krank und nicht haftfähig. DAmit ist er auch nicht arbeitsfähig.
MAchen wir uns doch nichts vor: Wo hat den der ein einigermaßen angenehmes Leben, wenn er denn im Prinzip auf anderen Ebenen "gesund" ist? LAuter menschen um ihn herum, die alle irgendeinen "an der Klatsche" haben... das kann auch auf die nerven gehen. Ich will kein Mitleid erregen, nur die Mär von schönen Leben in der Psychiatrie, die sollten wir ein für allemal begraben. :-)

In Deinem Posting unten hast Du "das rechtssystem" angeprangert, meinst aber die psyhiatrischen Kliniken. DAs müssen wir auseinanderhalten.

Hinsichtlich der Kliniken mag es gewaltige defizite geben, das kann ich nicht beurteilen.
Ich kann aber beurteilen, wie solche Entlassungen im Strafvollzug behandelt werden. Da werden zwar auch externe psychiatrische Gutachten eingeholt, aber erstens sind solche Gutachten nur zur flankierenden Meinungsbildung gedacht und zweitens zählt trotzdem in erster Linie die tägliche Erfahrung mit dem Häftling im Vollzug. Wenn die Strafvollzugsleute, und damit sind die Wachleute, hausinterne Psychologen sowie die mittlere und höhere Führungsriege eines Gefängnisses gemeint, einen anderen (un zwar für den Straftäter negativen) Eindruck haben, kann sich der Externe die Finger wundschreiben. Wie nannte man das intern... "Umdeuten eines Gutachtens" oder so ähnlich.

Ein weiteres Thema ist die sich an die Haftzeit anschließende Sicherheitsverwahrung. Wenn das vom Gericht schon im urteil angeordnet wird... solch ein Straftäter verläßt das gefängnis nur noch einmal, und zwar mit den Füßen voraus...

Sexualstraftäter, bei dessen Tat jem,and zu Tode gekommen ist, oder Mörder (nicht zu verwechseln mit Totschlägern im juristischen Sinne!!!) erhalten grundsätzlich weder Hafturlaub noch kriegen sie 2/3-Entlassungen durch.

Viele Grüße
Ralph/Snoopy

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