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Geschrieben von maleja am 20.10.2005, 18:19 Uhrzurück

Kopftuch, Fortsetzung

Also noch einmal meine Ansicht: Die Lehrerin, die das Kopftuch trägt, macht dies bestimmt freiwillig und ohne Druck. Sie wurde ja so erzogen und sieht es genauso. Sie fühlt sich ganz und gar nicht unterdrückt. Sie ist eine gebildete, studierte Frau, die genau weiß, was sie will. Woher weiß sie es? (Aber das ist ein anderes Thema)

So, nun sind in derSchule bestimmt einige Mädchen, die eben noch nicht genau wissen, was sie wollen. Denn sie sind sehr jung, haben Vorbilder, wollen noch vieles ausprobieren.
Die islamischen Mädchen (die streng erzogen werden) dürfen davon schon um einiges weniger. Sie haben nun eine Lehrerin (VOrbildfunktion!), die ihnen ein "Tolles" Leben als islamische Frau vorlebt, die sich der islamischen Gesellschaft eingegliedert hat.
Auch die Eltern dieser Mädchen sehen diese Lehrerin und können ihren aufmüpfigen Mädchen dadurch ganz klar zeigen, dass es schon in Ordnung so ist, wie die Tradition es vorschreibt.

Und nicht zu vergessen: Auch die Jungs sehen es. Und werden dementsprechend ihre Frauen und ihre Kinder wieder "behandeln" bzw erziehen.

Es ist ein Teufelskreis, und wenn den Mädchen, die den unterbrechen wollen, solche Signale gesetzt werden, ändert sich nie etwas.

JA, ich finde das islamische Recht und die (männliche!) Auslegung des Korans sehr sehr frauenfeindlich. Ich sehe auch, dass es vielen Frauen nicht bewusst ist.

ich habe viele türkische Freundinnen und hatte schon die heißesten Diskussionen mit ihnen. Sie wollten meine Sichtweise nicht verstehen. Inzwischen sind sie auch älter geworden und haben dagegen rebelliert.

Es geht also nicht um die eine kopftuchtragende Lehrerin, sondern was dahinter steht. Und das ist schwerstens zu verurteilen. dabei geht es nicht so sehr um die türkischen Frauen, denn die emanzipieren sich z.Z. schon sleber. Nein, es gibt ja auch noch den Iran, Irak, Afghanistan, Saudi-Arabien und und und

Ich kann ein sehr gutes Buch dazu empfehlen: Jehan Saddat (die Witwe vom damaligen Präsidenten von Ägypten)
"Ich bin eine Frau aus Ägypten"

Sie hat sich sehr für die Rechte der Frauen im Islam eingesetzt. In Ägypten gibt es ja nach wie vor die Beschneidungen (auch unter den koptischen Christen nach wie vor Usus) der Mädchen.

Ichkönnte noch seitenweise davon schreiben, was mit den Mädchen und Frauen im Männerdominierenden Islam passiert. Es ist teilweise so schrecklich und unvollstellbar.
(z.B. Mädchen die sich verbrennen, vor Angst vor ihrem Vater, weil sie mit ihrer Freundin dabei erwischt wurden, als sie im Park spazieren gingen)

OK, hat das was mit dem Kopftuch der Lehrerin zu tun?

Ganz klar: JA. Denn diese Kopftuch einer Vertrauensperson untergräbt eine Emanzipation schon im Keim.

Gruß
Silvia

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