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Geschrieben von sasu am 05.07.2003, 13:52 Uhrzurück

koennte es wohl sein, dass die us-reg. sich uebernommen hat ?: USA wollen mehr Länder an Irak-Truppe beteiligen

Rumsfeld fragt 70 Länder um Unterstützung

Bagdad/Washington - Während die Aktion "Klapperschlange" als Reaktion der US-Streitkräfte auf eine drastische Zunahme von Angriffen angelaufen ist, wurden im US-Senat unterdessen Rufe nach einer Internationalisierung des Wiederaufbaus laut. "Wir müssen dem amerikanischen Einsatz etwas Legitimität bringen", sagte der republikanische Senator Chuck Hagel im Fernsehsender CNN. "Das bedeutet mehr Einbeziehung der Vereinten Nationen und der Araber."

Rumsfeld fragt 70 Länder um Unterstützung

US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld verwies darauf, dass die USA den Irak-Einsatz auf eine breitere Basis stellen wollten. Bisher seien Anfragen um Unterstützung an 70 Länder gestellt worden, mit mehr als 20 Ländern würden Gespräche geführt welchen Beitrag sie leisten könnten, erläuterte Rumsfeld am Montag in Washington. Derzeit befänden sich Soldaten aus vier Ländern im Irak.

Der Mehrheitsführer im Senat, Bill Frist, sprach im Sender ABC von der Notwendigkeit, andere freiheitsliebende und demokratische Staaten einzubeziehen. Senator Joseph Biden, der ranghöchste Demokrat im Außenpolitischen Senatsausschuss, sagte: "Ich will französische, deutsche, türkische Abzeichen" im Irak sehen. Dies sei eine Möglichkeit, den Irakern zu zeigen, dass die Amerikaner nicht die Besatzer seien. "Die internationale Gemeinschaft ist dort als Befreier."

Struktur der Stabilisierungstruppe

Unterdessen wurde die endgültige Struktur der unter polnischem Kommando stehende Stabilisierungstruppe für den Südirak bekannt gegeben. Sie soll rund 9.000 Soldaten aus 15 Nationen umfassen. Polen selbst will nach Angaben des Warschauer Verteidigungsministeriums rund 2.300 Soldaten bereitstellen. Die Truppe wird demnach in drei Brigaden - eine spanische (1.300 Mann), eine ukrainische (1.800 Mann) und eine polnische - unterteilt sein. Am Mittwoch soll eine Gruppe aus 230 polnischen Soldaten im Irak eintreffen. Zusammen mit rund 100 bereits dort stationierten Polen sollen sie die Ankunft der Truppen vorbereiten. Länder wie Bulgarien, Honduras oder die Philippinen beteiligen sich mit kleineren Kontingenten.

Einem Zeitungsbericht zufolge plant auch Japan mehr als tausend Soldaten im Irak zu stationieren. Die ersten 500 japanischen Soldaten sollen Anfang Oktober in den Irak geschickt werden und dort unter anderem für die Treibstoff- und Wasserversorgung der Bevölkerung von Bagdad und der US-Truppen zuständig sein, berichtete die Tageszeitung "Tokyo Shimbun". Ein Gesetz zur Genehmigung des Einsatzes solle noch im Juli von den Abgeordneten verabschiedet werden. (APA/dpa/AP)

http://derstandard.at/?id=1346142

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