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Geschrieben von fusel am 02.09.2005, 9:06 Uhrzurück

Re: Kein Widerspruch !

Hi,

also irgendwie erinnert mich die Diskussion in ihrer Fruchtlosigkeit an diejenige die ich am Abend der 11.09 geführt habe...
Es ist schön das du dich gedanklich soweit bewegt hast, das du wenigstens siehst das umweltpolitsches Mißmanagment nicht allein ein amerikanische Phänomen ist. Es war übrigens auch nicht das erste Hochwasser an Elbe oder Oder (Wortwitz) die die örtlichen Politker zum Umdenken gezwungen hat. Es waren DIE jeweiligen HOCHWASSER schlechthin. Ich meine wir leben doch im selben Land, warum ist denn meine Kenntnis so eine Andere als deine?

Ich finde es erstaunlich das Metereologen und Klimatalogen, trotz jahrelangen Studiums und Berufserfahrung den Einfluß der Menschheit auf das Klima nicht genau beziffern, beweisen oder überhaupt klären können, sondern in erster Linie auf die periodische Widerkehr bestimmter Verhältnisse hinweisen.
Aber Trittin weiß es so genau, das er meint denen die am Boden liegen noch einen Tritt geben zu müssen. Und du weißt es offensichtlich auch. Reschpeckt.
Ich bilde mir ein eine gewisse Allgmeinebildung zu haben, aber da kann ich nicht mithalten.

Vielleicht könnten wir uns darauf einigen, das es meine ganz eigene, ganz persönlich Meinung ist das eine Schuldzuweisung zu einem Zeitpunkt in der die Leichen nicht mal annähernd gezählt sind, in meinen Augen schlicht menschenverachtend ist. Keiner wäre auf die Idee gekommen am 27.12.2004 den Thailändern an den Kopf zu werfen, sie wären selbst an ihren Opfernzahlen schuld, weil sie touristen- und geldgeil die Hotels zu nahe am Wasser gebaut und die Anrainer im Allgemeinen nicht in Warnsysteme investiert haben. Sondern wie im Fall von Indien, lieber ihr Geld für Atomtests verwendet haben.
Wie gesagt - meine Meinung.

Und was die Windräder angeht. Also ich habe nun extra ein zugegebenermaßen vereinfachtes Rechenspiel gegeben. Das "Gießkannenprinzip" hat wie in so´vielen anderen Bereichen in Deutschland (Bergbau, Pharma etc.) eine Lobby von Unternehmen geformt, die sich in erster Linie durch Habgier auszeichnet. Umweltgedanken spielen da garkeine Rolle. Es ist doch nun wirklich simpel: Energietechniken in Regionen zu bauen, die sich dort nicht rechnen, sorgen für eine Verteuerung des einzelnen Stromatömchens. Nochmal: Stichwort Fixkosten. Was ist daran unsachlich wenn ich diese Praxis dämlich nenne? Etwas leger ausgedrückt - gut. Aber unsachlich?
Ein großer Teil der Windräder rechnet sich eben nicht und daran ist sehr wohl Trittin dran schuld. Wer denn sonst? Ich meine er ist doch der Um-Welt-Minister und nicht Außen-Minister. Es hat ihn doch niemand angeguckt, als es um die Visa-Affäre ging. Aber wenn nicht er, dann wer sonst, ist für die "Unsachlichkeit" zu verantworten?

Außerdem rede ich hier nicht nur von solar, sondern auch von Erdwärmepumpen, Holzpelletheizungen und was man so alles haben kann, um sich annähernd erdölabhängig zu machen wenn das Geld da ist. Irgendetwas geht immer, man muß nur das Geld haben um es auch zu finanzieren und wenn die Gelder im Pott schüttweise für tw. ineffektive Windparks ausgegeben werden, ist das eben nicht mehr in dem Umfang da. In schlechten Zeiten denken die Menschen eben planvoll, nicht langfristig. Wer schon die Hypothekenzinsen abträgt, um seinen Job bangt,- wird sich trotz der marginalen Finanzierungshilfen sehr genau überlegen ob er sich noch den Kredit für eine Erwärmeheizung für 10 bis 15.000 € ans Bein heftet.
Aber es hat eben mehr Prestige - so ein Windpark, als ein paar pobelige, verstreute Solaranlagen auf Einfamilienhäusern. Trittin (s.o.) fährt auch nicht vorbildlich, ein 3-Literauto, sondern Audi und Phaeton.
Gut, war jetzt eine unnötige Spitze konnte ich mir aber nicht verkneifen.

Im aktuellen Spiegel finden wir innerhalb einer Serie einen kurzen Augenmerk über die Unwirtschaftlichkeit der Handhabung erneuerbare Energien -insbesondere Windparke-, vor einige Monaten gab es einen sehr ausführlichen Bericht darüber. Ich halte den Spiegel im Allgemeinen für ein eher linksausgerichtetes Blatt, aber ich bin ja lernfähig.

Einigen wir uns doch einfach darauf, das wir uns nicht einigen können.
Die Amis haben eben eins in die Fresse gekriegt, freuen wir uns darüber - und gut.

LG

fusel

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