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Geschrieben von fiammetta am 09.01.2006, 22:40 Uhrzurück

@JoVi66 + maleja

Hi,

habe, mangels Zeit, nicht alles über artgerechte Haltung, Bio-Produkte, etc. lesen können. Mir ist nur eines wieder eingefallen, was ich bis heute als ziemlich skurril empfinde:

Ich habe unter meinen Kunden diverse ausländische Bio-Produzenten, die durch die Bank biologischen Anbau betreiben, weil sich die Ware besser absetzen läßt, d.h. also nicht weil sie besonders davon überzeugt wären. Viele von ihnen erzeugen sowohl diese als auch konventionell angebautes Obst und Gemüse (v.a.) oder verarbeiten es auf beiderlei Weise. Die Standardantwort auf die Frage, welche ihrer Ware sie selbst äßen, lautet durch die Bank: "Die Konventionellen." Begründungen: a, die schmecken besser
b, die Kontrollen seien doch nicht so extrem.

So weit, so (nicht) gut.
Was mich bei Dolmetscheraufträgen für diese Hersteller beim Abklappern deutscher Großvertreiber (keine Namen, Ihr wißt in etwa, wen ich meine) nur plättet, ist, daß die dortigen Einkäufer entweder erschreckend unbedarft oder extrem scharf und höchst informiert sind und gleichzeitig zumindest bei bestimmten Produkten eine derartig minderwertige Ware gekauft wird, weil damit zum einen der Preis stimmt und der Verbraucher sich noch immer über die Vorstellung Bio = häßliche Ware = reineres Produkt linken läßt. Ich meide seither jedenfalls bestimmte große Bio-Firmen, weil ich nicht daran interessiert bin, diese mit meinem sauer verdienten Geld zu finanzieren. Wenn etwas teuer ist und erstklassige Qualität bietet, dann ist der Preis gerechtfertigt. Wenn hier aber ein minderwertiges Produkt mit dem Schildchen "Bio" überteuert verklopft wird, dann werde ich nur säuerlich.

Wie seht Ihr das?

LG,

Fiammetta

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