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Geschrieben von Moni + Dana am 01.08.2003, 8:50 Uhrzurück

Re: Jetzt mal eine Frage zu dieser Gesundheitsreform - Fruehchen

Hier ist der einzige Link zu dem Thema.
Ich habe auch schon mehrfach danach gesucht, wo dies kokret zu finden ist. Nun weiß ich nicht, wie die Leistungen bei Frühchen aussehen. Aber mir scheint hier eher, dass einige Mediziner ihre teuren Felle den Bach runtergehen sehen. Sicher mag die Versorgung teuer sein, aber wer weiß, was hier auch wieder alles abgerechnet wird.
Ich glaube nämlich kaum, dass man im Krankenhaus hingeht, dass Kind wiegt, ooops nur 499 Gram, Mülleimer auf und erledigt.
Ebenso war mal kurz im Gespräch, dass Leute über 75 keine lebenserhaltenden Maßnahmen mehr bekommen. Soll heißen: wer dann noch Krebs bekommt oder einen Herz-Schrittmacher braucht, hat eben Pech. Aber wer wird sich schon die Alten als Wähler vergraulen? Wohl kaum einer!

Ich glaube vielmehr, dass diverse Leistungen wegfallen, die sehr schwammig von den behandelnden Ärzten gehandelt werden.
Vor vielen Jahren gab es schon mal Einschnitte. Aber jeder Mediziner hatte so seine eigene Praxis, wie er das wieder reinholte. Bei meiner damaligen Gyn war was besonders Geschicktes: ich habe alle drei Monate mein Pillen-Rezept abgeholt und musste nun plötzlich warten. Davor hatte ich immer angerufen, Rezept wurde bereitgelegt und ich konnte es mal eben abholen, war bei der Helferin hinterlegt. Doch nun warten! Nach einiger Wartezeit wurde ich reingerufen, die Gyn schüttelte mir freundlich die Hand, fragte wie es mir ginge - freundlich aber nicht wirklich interessiert, sie hätte auch nach dem Wetter fragen können - übergab mir persönlich das Rezept, wünschte mir einen schönen Tag und ich konnte endlich wieder gehen. Als ich mal wieder bei der normalen Untersuchung war und wieder meine Pille brauchte, fragte ich, ob sie mir die für 6 Monate verschreiben könnte. Sie grummelte, druckste rum, aber verschrieb sie mir doch. Ich konnte immerhin ein paar Mark damit sparen. Dann habe ich mal einer Bekannten erzählt, Apothekenhelferin, dass meine Gyn so doof geworden ist, und da erzählt sie mir den Hintergrund: das Händeschütteln und freundliche Fragen nach meinem Wohlbefinden hat die gute Halbgöttin in Weiß einfach als Patientengespräch abgerechnet! Und wenn ich ein Rezept für 6 Monate will, geht ihr doch glatt ein Patientengespräch durch die Lappen! Sobald irgendo Einschnitte sind, finde diese gewieften Gauner (ich nenne sie jetzt einfach mal so) Wege, wie sie doch ihren Mecedes, das Feriendomizil auf Mauritius und den Swimmingpool sichern.
Und ich glaube, dass gerade in der Intensivmedizin Tausende von Möglichkeiten gibt, wo diese Mauschelwege möglich sind.

Ich bin daher sehr vorsichtig, wenn einer laut schreit, sie lassen unsere Kinder sterben. Vielleicht steht dahinter auch, sie lassen meinen Swimmingspool sterben?

Viel skandalöser finde ich es, dass ich demnächst Eintritt beim Arzt zahlen soll. Wer keine Asche hat, ich meine damit die normalen Familien, die keine Sozi bekommen, aber mit dem Monatseinkommen so gerade eben über die Runden kommen, sich die Arztbesuche demnächst einsparen oder zumindest verschleppen und damit letztendlich alles nur verteuern. Statt die Vorsorge voranzutreiben, wird der Patient verschreckt. Das ist wirklich dumm!

Hier kannste mal nachlesen, wer was wann behauptet hat. Konkrete Textpasagen, die besagen, dass das und das nicht mehr gemacht wird, zeigt man aber nicht auf.
http://www.rp-online.de/public/article/wissenschaft/medizin/14373

LG Moni

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