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Geschrieben von sasu am 25.06.2003, 13:40 Uhrzurück

Re: Ja.... aber...

*mnhmmm* *kopfnick*

wie schon gesagt, bin ich fuer einen blauhelm-einsatz im kongo. hier ist naemlich die sachlage eine voellig andere als bei diesem praeventivkrieg im irak (aber das thema moechte ich in diesem thread nicht anschneiden).

und zur klarstellung:
wenn ich von weltweiter absruestung rede, meine ich damit nicht, dass wir alle waffen dieser welt abschaffen sollen/muessen. das waere mehr als utopisch. ich denke da an dinge wie: massenvernichtungswaffen aller art, du-munition, mini-atombomben (wie sie ja angeblich gerade in arbeit sind) usw. all' die dinge, die in der lage sind ganze landstriche zu verseuchen.
wenn wir den kongo als beispiel nehmen: wie du ja sagtest, wir dort mit "primitiven" waffen wie buschmessern, vielleicht auch gewehren usw. gekaempft. um dort fuer ruhe zu sorgen braucht es bestimmt keine b-52 bomber, die miniatombomben in rauhen mengen vom himmel werfen. mit kanonen auf spatzen schiessen, waere das fuer mich.
und wenn ich von diplomatie rede, meine ich dinge wie: den zwist von mr. bush mit nordkorea, iran, syrien usw. eben nicht gebiete wie den kongo, wo bereits seit ewigkeiten ein buerger-krieg herrscht. dass man da mit diplomatie vermutlich nicht mehr viel erreichen kann, weil die fronten vermutlich schon viel zu verhaertet sind, ist wohl klar. da muss man dann natuerlich handeln. bei kaempfen, die noch nicht im gange sind (s. auflistung oben), sollte man doch versuchen sich auf friedliche loesungen zu einigen und nicht wieder mit spruechen kommen wie:"wir halten einen militaerischen schlag gg. XXX nicht fuer ausgeschlossen...!" das ist provokation. wenn mein mann zu mir sagen wuerde, ich hau' dir gleich eine rein, wenn du die kueche nicht sauber machst, glaubst du ich wuerde seiner forderung nachkommen ? mit sicherheit nicht. ich wuerde es darauf ankommen lassen und das echo waere fuer ihn vermutlich auch nicht gerade ertraeglich....;o)

und zu jovi:
du hast natuerlich unbedingt recht damit, dass man versuchen sollte die soldaten psychisch usw. auf sowas vorzubereiten. aber leider glaube ich, ist das nicht moeglich. wie ich schon geschrieben habe, glaube ich, dass es etwas ganz anderes ist, wenn uebungen macht mit "seinen" leuten, die die feinde spielen (das habe ich letztens im tv gesehen - vorbereitung von deutschen soldaten auf einsaetze im kosovo) und wenn man dann vor ort ist....
ich werde nie vergessen, wie ein bekannter (er hatte militaerische ausbildung und ist auch sonst kein zimperlicher mensch) mir gegenueber sass und mich tieftraurig angeschaut hat und folgendes erzaehlte: "weisst du eigentlich was das fuer ein sch***gefuehl ist, wenn du neben deinem besten freund im graben liegst und ploetzlich merkst du, wie dir eine kugel durch die haare gleitet ? haette ich den kopf nur einige mm anders gehalten, waere ich jetzt tot. und einige minuten spaeter musst du zusehen, wie dein bester freund abgeschossen wird und du kannst ihm nicht helfen...u.v.m. glaubst du denn ich koennte jemals wieder normal werden ? ist es mir zu veruebeln, wenn ich durchdrehe ?"
wie ich schon sagte, glaube ich, dass man auf sowas niemals wirklich vorbereitet sein kann. und ich war auch gegen diesen krieg, der ja angeblich so viel freiheit gebracht hat in ex-jugoslavien. leider hat mich keiner gefragt........

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