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Geschrieben von Steffi528 am 01.07.2004, 13:55 Uhrzurück

ist etwas lang geworden, sorry

Hallo Ihr,

das mit den zwei Seiten der Medalien, das stimmt.
Unser gesammtes soziales System muß auf den Prüfstand.
Es kann nicht sein, das Familien unter dem Existenzminimum herum krebsen, während junge Leute sich einen faulen Lenz machen.
Ich finde, das stärker geprüft werden muß, wohin die Sozialhilfe fließt.
Leider fehlen jedoch hier die Leute, die die Zeit haben, Sozialhilfeempfänger genauer zu prüfen.
Etwas, was ich gut finde, ist das, was zur Zeit in unserer Gemeinde praktiziert wird: Heranziehen der arbeitsfähigen Sozialhilfeempfänger zu gemeinnütziger Arbeit.
Die "faulen Säcke" kriegen zu recht einen Arschtritt und mancher erkennt, das Arbeit auch Spaß machen kann.
Denn nicht jeder ist gleich faul, sondern verlernt durch lange Arbeitslosigkeit wie man arbeitet und die Lust daran.
Interessanter Weise gibt es von unseren
Sozialhilfeempfänger einige, die es mit diesem Druck (entweder Du arbeitest, oder Du wirst gekürzt) es geschafft haben, eine feste Stelle zu bekommen.
Doch leider fehlt wie immer der Sachbearbeiter, der sich um seine Leute kümmern kann.
Das wird auch nicht besser mit der neuen Regelung, die geplant ist.
Unsere Sozialhilfeempfänger müssen dann in die Kreisstadt. Dort ist es wieder unübersichtlicher und über das Arbeitsamt sicher nicht so einfach zu regeln, wie z.b. unsere Grünpflegehelfer (denen man auch die notwendige Pause eingesteht, wenn sie es nicht übertreiben.)

Ich spreche hier von den arbeitsfähigen Sozialhilfeempfänger, nicht von denen, die ohne der Stütze nicht über die Runden kommen würden. Hier halte ich unser System für sehr wertvoll.

Zu den Niedriglöhnen: Durch den Druck, der uns jeden Monat durch die bekanntgabe der Arbeitslosenzahlen gegeb wird, sind wir Arbeitnehmer verschüchtert und wehren uns nicht mehr. Die Gewerkschaften versagen hier massiv.
Natürlich kann der Wachstum nicht so weiter gehen und wir müssen alle etwas sparen, aber es darf damit nicht die Tür für ein Ausbeutertum geöffnet werden.
Und das passiert, wenn man unbezahlte Überstunden macht, um seinen Job nicht zu verlieren. Komischer Weise steigen die gewinne der großen Firmen, sogar hier in Deutschland. Und das passt nicht zusammen.
Leider müssen Manager keinen Eid auf das Wohlergehen der Arbeitnehmer leisten. Es gibt selten noch eine soziale Verantwortung der Unternehmensbosse.
Und die Politiker spielen damit.
Sie haben keine Ahnung, wie es ist, wenn man nicht weiß, woher man das Geld für die Miete nehmen soll.
Wieso nicht? Weil das Volk nicht von allen Bevlkerungsschichten vertreten wird, sondern nur von den oberen. Man/frau studiert Politik und macht keine Ausbildung als Autoschlosser mehr.

Spanien, das sieht man, hat auch dicke Probleme. Jedoch funktioniert, so wie ich es auf den Kanaren gesehen habe, der Familienzusammenhalt besser, als bei uns.
Es wird noch eine Menge durch die Familie abgefangen.

Trotzdem können wir uns in fast ganz Europa auf einen sozialen Unfrieden einstellen, der sich leider wohl auch in Gewalt äußern wird.
Der Eimer geht so lange zum Brunnen, bis er bricht.
Die Auswirkungen der sozialen Ungerechtigkeiten sind jetzt schon sichtbar.

Hauptverantwortlich sehe ich die Menschen, die ihre soziale Verantwortung durch Bildung, Kapital und Erfolg nicht teilen wollen. Und dazu gehören auch die Jammerlappen von Supersportlern, die leiber in Monaco wohnen, als hier ihre Steuern zu leisten ( obwohl das Volk sie groß gemacht hat)

Sorry, ist lang geworden, ist aber auch ein Thema

Steffi

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