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Geschrieben von Steffi528 am 23.09.2004, 11:30 Uhrzurück

Interessante Diskursion...

Zum einen:

ich kann die Juden nicht mit Israel gleich setzen.
Das Judentum ist für mich eine Religionsgemeinschaft, die mit dem Staat Israel eigentlich nicht viel zu tun hat, außer, das in Israel prozentual sehr viele Juden wohnen (aber auch Christen und Moslems).

Sharon mag ich nicht, aber das ist eine andere Sache und hat mit den Juden nichts zu tun. Aber sonst kommen wir sehr schnell in einer Verschwörungstherie hinein, die schon ganz stark nach Antisemitismus oder besser "Antizionismus", riecht.
Ich kann mir nämlich dummerweise nicht ganz so leicht ein Urteil bilden, weil ich die Situation im Nahen Osten nur aus unseren Medien kenne und nicht persönlich mit den Leuten dadrüben gebrochen habe. Leute, die andere Leute umbringen, sei es mit einem Selbstmordanschlag oder mit einen Raketenwerfer aus einem Hubschrauber, sind, egal wie, Verbrecher.

Zum Thema Ausländer bei uns in Deutschland.

Wer ist ein Ausländer?
Russlanddeutsche sind erst mal keine Ausländer sondern Deutsche.

Es waren gravierende Fehler, die schon sehr frühzeitig das Ergebnis aufzeigten, das es nicht gut ist, eine größere Gruppe Menschen in ein Ghetto, und wenn es neu gebaut wird, zu stecken.

Und es sind auch nicht alles Russlanddeutsche oder Deutschrussen oder Heimkehrer, die sich dahinter verstecken.
Es gibt genug, die ihre Pässe gefäscht haben, um in den goldenen Westen zu gelangen. Aber, kann man es den Leuten überhaupt verübeln? Hätte ich es nicht auch so versucht?
Jeder verscuht, das Beste aus seinem Leben zu machen.

Bei uns in der Kleinstadt hat sich diese Problematik sehr stark verbessert. Das liegt auch daran, das die Gemeinde von sich aus ein Integrationsprojekt gestartet hat und das jetzt schon seit mehr als 7 Jahren läuft.
Es geht um Sprachförderung der Kinder und Eingliederung in Vereine etc.

Natürlich gibt es auch die, die sich nur in ihrer Landessprache (Mutetrsprache?) unterhalten, aber die Erwachsenengenerationen sind eh "verloren".
Die Kinder können viel besser integriert werden.

Wir haben in der Kernstadt einen Ausländeranteil von 30 %, ohne die sogenannten Russlanddeutschen eingerechnen, da diese als Deutsche gelten.

Wir haben relativ wenig Probleme. Eben, weil etwas gemacht wird.
Auf allen Seiten.

Was uns fehlt ist ein vernünftiges Einwanderungsgesetz und dann die nötigen Angebote zur Integration.

Pflichtsprachkurse, wenn man eingebürgert werden möchte. Förderung von denen, die es ernst meinen. "Verabschiedung" von Lügnern, Betrügern, Abzockern und Ausnutzern ( dann auch gleich unsere Supersportler mit ausbürgern, die in Monaco leben, keine Steuern bei uns zahlen, aber von uns leben) geht ja leider nicht, das mit dem Ausbürgern)


P-S.: bei uns in Niedersachsen wurde vollmundig von der derzeitigen Landesregierung erzählt, sie wollen die Integration fördern. Es wurden Leute angestellt, die in den Kindergärten Sprachunterricht für Kinder boten.
Das ganze Projekt hat es ein dreiviertel jahr gegeben. Von jetzt an müsssen alle Kinder deutsch sprechen können, denn sie wurden ja für neun Monate unterrichtet.
Ein ziemlich lächerlicher Versuch.

Steffi

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