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Geschrieben von Nina H. am 16.02.2003, 13:24 Uhrzurück

immer noch besser als ein Krieg- Test für Saddam:

USA wollen Saddam zum Friedens-Test zwingen

In der Irak-Krise bahnen sich neue schwere Konflikte an: Die USA wollen die Kooperationsbereitschaft von Saddam Hussein mit Test-Aufgaben prüfen. Schon Anfang nächster Woche wollen sie dafür eine neue Resolution in den Sicherheitsrat einbringen. Der Irak erklärt unterdessen, er werde seine Raketen niemals wie von der Uno gefordert zerstören.


Washington/ New York - Die Uno-Sitzung am Freitag war ein herber Rückschlag für die US-Regierung, doch die Falken ruhen nicht. Kaum haben sich die Millionen Demonstranten verlaufen, die am Wochenende für eine friedliche Lösung des Konflikts protestierten, bahnt sich schon die nächste Zuspitzung an.
US-Präsident George Bush berät derzeit mit seinem Außenminister Colin Powell die nächsten Schritte. Gleich zu Beginn der Woche, möglicherweise schon am Dienstag, wollen US-Diplomaten eine neue Resolution in den Sicherheitsrat einbringen. Wie die "New York Times" in ihrer Sonntagsausgabe berichtet, wollen die Amerikaner erreichen, dass die Uno den Irak erneut verurteilt. Der Sicherheitsrat solle feststellen, dass der irakische Dikattor Saddam Hussein die Abrüstungsvorgaben verletzt. Zudem sollen dem Regime "ernsthafte Konsequenzen" angedroht werden, wenn es erneut gegen die Resolution verstößt. Die US-Regierung hofft, so die "New York Times", so auch bisher skeptische Nationen von der Notwendigkeit einer Invasion zu überzeugen.

Um den Irak zu testen, so ein hochrangiger US-Regierungsbeamter, würden die Uno-Inspektoren derzeit spezifische Aufgaben festschreiben, die der Irak zu erfüllen habe. Diese "Benchmark"-Liste solle entweder durch die USA oder andere Mitglieder des Sicherheitsrates in den nächsten Tagen präsentiert werden.

Die Test sollen folgende Aufgaben enthalten:

- Irakische Wissenschaftler sollen ohne Tonband-Mitschnitte vernommen werden. - Amerikanische und europäische Aufklärungsdrohnen sollen ungehindert den Irak überfliegen. - Das Regime soll aufgefordert werden, seine Samud-2-Raketen zu zerstören, deren Reichweite um wenige Kilometer größer ist, als von der Uno erlaubt.

Besonders der letzte Punkt könnte sofort zu einem Eklat führen. Der Irak müsste nicht nur die Raketen zerstören, sondern zudem 380 gerade neu gekaufte Raketenantriebe vernichten und damit seine eigene Verteidigungskraft erheblich schwächen.

Der irakische Außenminister Tarik Asis hat bereits deutlich gemacht, dass sich sein Land dieser Aufgabe niemals beugen werde. In einem am Samstag ausgestrahlten Interview mit dem US-Sender CNN erklärte der Diplomat aus Bagdad, dass ein solches Anliegen "inakzeptabel" sei. Die Raketen würden "praktisch" die von der Uno vorgegebene Reichweite einhalten, es sei "unfair" den Irak wegen einer Überschreitung um wenige Kilometer zu einer kompletten Zerstörung zu zwingen.

Ebenso brüsk lehnte Asis Vorschläge ab, Blauhelm-Truppen in den Irak zu schicken: "Irak ist ein souveräner Staat. Wir brauchen keine Uno-Truppen, die in unserem Land herumlaufen." Der Irak sei bereit, mit den Inspektoren zusammen zu arbeiten. "Wir wollen, dass diese Aufgabe so schnell wie möglich beendet ist."

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Eigentlich müßte es selbstverständlich sein, daß die Wissenschaftler ohne irgendwelche Beaufsichtigung und Kontrolle befragt werden können.

Und warum die Ablehnung gegenüber Blauhelme?????

Nein, solange die sich so sperren, zeigt es mir, daß der Irak bzw. Saddam nicht an einer freundlichen Zusammenarbeit interessiert ist.

Nina

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