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Geschrieben von sasu am 22.06.2003, 7:19 Uhrzurück

ich kriege' die krise. die schuetten ihr trinkwasser in uranverseuchte faesser. und das alles nur, weil keiner aufpasst. oh mann, oh mann......mt

Geheimpapiere bei US-Razzien gefunden
IAEO-Experten stellen Großteil des vermissten Urans aus der Atomanlage Tuwaitha sicher

Bagdad/Wien - Bei einer Razzia in einem Privathaus in Bagdad haben US-Soldaten am Samstag Ausrüstung und Dokumente des irakischen Geheimdienstes entdeckt. Einige der Papiere trugen Vermerke wie "Streng geheim" und "Persönlich". Ein Geheimdienstexperte der US-Streitkräfte bezeichnete den Fund als "potenziell bedeutend". Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) hat unterdessen den Verbleib mehrerer Tonnen Uran aus der Atomanlage Tuwaitha geklärt.

Etwa 50 Soldaten riegelten in der Nacht zum Samstag das Stadtviertel Asamiyah teilweise ab und stürmten das Gebäude. Sie fanden neben zahlreichen geheimdienstlichen Unterlagen unter anderem Chiffriergeräte und Anlagen zur abhörsicheren Übertragung.

Verschwundenes Uran gefunden

Experten der IAEO machten unterdessen den größten Teil des aus der Atomanlage Tuwaitha verschwundenen Urans aus. Mindestens ein Fünftel des in Tuwaitha gelagerten Urans wurde nach der Flucht der irakischen Truppen vor der alliierten Invasionsstreitmacht gestohlen. Wie am Freitagabend aus diplomatischen Kreisen in Wien verlautete, schütteten die Plünderer - meist Bewohner naheliegender Dörfer - das Uran einfach aus und nahmen die Fässer mit, um darin Trinkwasser aufzubewahren.

Die IAEO hatte die USA schon vor dem Krieg vor der Gefahr des Uran-Materials gewarnt, doch blieben, wie es in diplomatischen Quellen in Wien hieß, entsprechende Schreiben von IAEO-Chef Mohammed El Baradei von der US-Regierung gar nicht beantwortet. Inzwischen gelangten Berichte in die internationalen Medien, die die Gefahren für die irakische Zivilbevölkerung beschrieben, die allein von den "zweckentfremdeten" Kanistern mit giftigem Material ausgingen.

Die Suche nach dem Uran war auf internationalen Druck hin vor zwei Wochen eingeleitet worden. Die US-Besatzungsbehörde kontrollierte die Arbeit des IAEO-Teams. Es wurde nicht bekannt, wie viel Uran aus Tuwaitha verschwunden war und wo es gefunden wurde. Offenbar tauchte das meiste Material auf dem Gelände oder in der Nähe der einst größten irakischen Atomanlage wieder auf. Den Diplomaten zufolge konnten die IAEO-Experten aber nichts über den Verbleib des in Forschung und Medizin verwendeten radioaktiven Materials sagen. Es sei nicht klar, ob dieses eine Gefahr für die Bevölkerung darstelle.

Vor dem Sitz der US-Verwaltung im ehemaligen Präsidentenpalast in Bagdad demonstrierten am Samstag rund 2.000 Schiiten. Auf einem Spruchband stand: "Wir wollen eine ehrliche Regierung, keine Diebe". Am Mittwoch hatten US-Soldaten das Feuer auf Demonstranten vor dem Präsidentenpalast eröffnet und zwei von ihnen getötet. Nach amerikanischen Erkenntnissen spielt die Überzeugung unter Saddam-Anhängern, dass ihr früherer Staatschef noch am Leben ist, eine zentrale Rolle bei dem Widerstand gegen die Besatzungstruppen.

"Saddam lebt"

Der gestürzte irakische Machthaber Saddam Hussein hat nach Aussage seines kürzlich gefassten früheren Privatsekretärs den Irak-Krieg überlebt und hält sich im Irak versteckt. Wie die "New York Times" am Samstag berichtete, sagte Abid Hamid Mahmud el-Tikriti (46) in Verhören der US-Ermittler, auch die Saddam-Söhne Kusai und Udai seien im Irak untergetaucht. Der Saddam-Vertraute war am Montag in der Nähe von Tikrit, der Heimatstadt des irakischen Ex-Präsidenten, festgenommen worden. Er gilt nach Saddam und seinen Söhnen als die Nummer vier auf der US- Fahndungsliste der meist gesuchten Iraker.

Wie die US-Zeitung unter Berufung auf das amerikanische Verteidigungsministerium weiter meldete, gab Mahmud el-Tikriti an, er habe sich in den ersten Wochen nach Kriegsende zusammen mit Saddam versteckt gehalten, habe sich dann aber mit den beiden Söhnen ins Nachbarland Syrien abgesetzt. Von den syrischen Behörden seien sie jedoch später wieder ausgewiesen worden, sagte der einst mächtige Ex-Privatsekretär, der zum engsten Zirkel Saddams gehörte. Auf Grund dieser jüngsten Aussagen hätte die US-Armee ihre Suche nach Saddam verstärkt, hieß es weiter. (APA/AP/dpa)
http://derstandard.at/Text/?id=1337653&

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