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Geschrieben von Moneypenny77 am 05.11.2003, 13:29 Uhrzurück

Hat gestern einer von Euch im ZDF den Bericht gesehen?

Es handelte sich um einen Bericht aus der Reihe "37 Grad". Ein Reporter hat sich in eine Pädophilen-Gruppe eingeschleust und man war sozusagen "live" dabei. Absolut WIDERLICH. Mein Mann und ich saßen vor dem Fernseher und uns fehlten die Worte.

Ein Typ erzählte, im Alter von 8 Jahren seien die Kinder in ihrer neugierigen Phase, da fänden sie es total interessant, einem von ihnen "einen zu rubbeln". Es fanden in einer stinknormalen Wohnung jedes Wochenende "Sexparties" statt, bei dem jedem "Pädo" ein Kind zugeteilt wurde. Die Kinder wurden mit Geschenken geködert, durften in der Wohnung alles machen, was sie Hause nicht durften und wurden damit erpresst, daß sie für die Geschenke etwas tun müßten, "verbotene Sachen" und wenn sie das jemandem erzählten, kämen ihre Eltern ins Gefängnis. Und, o Wunder: die Kinder schwiegen.

Interessant war auch zu sehen, daß die Täter ihren Opfern eben nicht im Gebüsch auflauern, sondern auf Spielplätzen oder in Schwimmbädern ganz "normal" Kontakt zu ihnen aufnehmen, mit ihnen spielen und sich teilweise über Wochen ihr Vertrauen und das ihrer Eltern erschleichen, bis die Eltern ihnen sogar gestatten, sie halt eben über's Wochenende zu sich zu nehmen, um "ins Kino oder Eis essen zu gehen". Gerade die Eltern, die wenig Zeit für ihre Kinder haben, haben natürlich NICHTS von den abscheulichen Vorgängen bemerkt.

Es wir davon ausgegangen, daß allein in Deutschland 60.000 Pädophile "aktiv" sind.

Nach der Reportage war bei Kerner eine Anschlußdiskussion, mit dabei u.a. der Schauspieler Harald Krassnitzer,d er sich für den Verein "Dunkelziffer" engagiert. Der erzählte, daß die Regelstrafe für den Besitz und Konsum von kinderpornographischem Material eine Geldstrafe (!) sei. Ein Entwurf zur Gesetzesänderung im Strafrecht der Kinderpornographie liegt seit April (!) im Vermittlungsausschuß des Bundestages. Ein vor wenigen Tagen in München aufgeflogener Kinderporno-Ring kann also sehr glimpflich davon kommen, wenn der Prozessbeginn vor Änderung des Gesetzes stattfindet.

Aus der Reportage habe ich jedenfalls mitgenommen, daß man gar nicht genung Augen und Ohren offen halten kann und das es eben nicht der "Asy" ist der sowas macht, sondern vielmehr der "nette Onkel von nebenan". Wichtig ist, daß man zu seinen Kindern ein sehr gutes Vertrauensverhältnis hat, damit niemand sie dazu bringen kann, ihren Eltern etwas zu verschweigen. Des weiteren bin ich froh, daß ich während der "Kinderzeit" nicht arbeiten muß und werde, das schürt meine Hoffnung, daß ich nah genug dran bin, um Veränderungen an meinem Kind zu bemerken. Das, was ich da gestern gesehen habe, war das absolute Grauen!

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