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Geschrieben von marit am 22.08.2004, 12:01 Uhrzurück

Re: Hartz und 100.000 Fragen...???

Hm, ist das denn echt so schwer, sich darüber zu informieren? In der letzten "Zeit" im Wirtschaftsteil gabs einen langen Artikel, der ist sicher auch online abrufbar, im Stern vor 2 Wochen gabs gute Zusammenfassungen. Eigentlich ist diese Hartz-Regelung doch sehr viel einfacher zu verstehen, als die vorherige Arbeitslosenhilfe - und in vielerlei Hinsicht, ist es auch großzügiger: du fällst nicht mehr mit Mitte 30 deinen Eltern zur Last, wenn du nicht bei ihnen wohnst. Das war ja bei der früheren Sozialhilfe der Fall. Klar bekommen manche mehr und manche weniger. Mehr bekommen die, die wegen ihrer Eltern früher keine Sozialhilfe bekommen hätten, weniger diejenigen, die früher mal sehr gut verdient haben. Wer Anfang der 90er als IT-Manager beschäftigt war, bekommt ja noch heute fast genausoviel Arbeitslosenhilfe wie diejenigen, die heute unter sehr viel schlechteren Bedingungen in diese Jobs eingestellt werden. Das gibt es dann natürlich nicht mehr. Wenn du aber ein unteres Einkommen hattest, hast du derzeit ein Riesengerenne. Erst mußt du Arbeitslosenhilfe beantragen und dann noch Wohngeld und dann auch noch ergänzende Sozialhilfe (da hat man fast keine Zeit mehr für die Jobsuche). Jetzt bekommst du halt in derselben Höhe Hartz IV (entspricht also ungefähr den Sozialhilfesätzen: Miete + Heizung+ca 350 Euro pro Erwachsenem + ca 230 Euro pro Kind), aber mit großzügigeren Freibeträgen und Wohnungsangemessenheitsprüfung. Also ich finde, richtige Härten bedeutet das nur für Menschen jenseits der 50, die wohl keine Arbeit mehr finden werden. Alle anderen haben eigentlich keinen Grund, sich darüber zu beklagen.

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