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Geschrieben von JoVi66 am 04.01.2006, 15:05 Uhrzurück

Re: Hallo Ela,

Du hast schon einmal über deine schlimmen Depressionen berichtet und da hast du geschrieben...."du schreibst: ...."Es weiß eigentlich nur mein Mann & ein Bruder von meinem Gemütszustand. Meine Eltern gar nicht - auch Schwiegereltern
nicht. Und wenn ich das Problem noch nicht einmal meinen Eltern erzählen kann - wie soll ich dann mit einem wildfremden Menschen darüber sprechen?"....

Und ich habe dir erzählt, dass ich genau das gleiche Problem hatte! Auch ich hatte Depressionen, die waren so schlimm, dassich am morgen am liebsten das Bett gar nicht verlassen hätte.
Mein Leben war nur noch auf die epression ausgerichtet. UNd ich kann dir diesen Rat von damals nur immer wieder geben: Nimm deinen Vorsatz für 2006 ernst und gehe wirklich zu einem Psychtherapeuten. Schlag das Telefonbuch auf und suche unter " Psochotherapie" ich hab´s auch getan und nun ein Gegenargument, warum du unbedingt , gerade mit einem fremden Menschen darüber sprechen sollst:
Ein fremder Arzt ( der sowieso der Schweigeüpflicht unterliegt!) kann dir zehnmal besser helfen , als ein Verwandter oder Bekannter, denn ( so war es bei mir):
Der Psychotherapeut kann dir Wege und Ursachen aufzeigen, auf die du alleine niemals gekommen wärst, egal wie schlau man ist!
Und gerade da liegt der Nutzen einer Therapie!!!
Meinst du ich könnte meinen Eltern oder meinem Mann meine Probleme erzählen, die nicht zuletzt auch mit ihnen zu tun haben!!!!?
Mittlerweile kann ich mit meinem Mann darüber sprechen und es erleichtert ungemein. Er hatte zwar nichts mit meinen Depressionen zu tun, da ich ihn da noch gar nicht kannte, aber meine Eltern haben sehr wohl damit zu tun.

Aber gegenüber einer fremden Person, die dies berufsmäßig angehen kann, ist es oft leichter als du denkst.
Gruppentherapie, geb ich dir recht, da braucht man starke Nerven, aber eine Einzeltherapie macht ja nur dann auch wirklich Sinn eben weil man mit einem Fremden spricht. Der hat zudem die Möglichkeit, deine Probleme aus einer anderen ( muß nicht unbedingt übergeordneten) Rolle zu sehen!. Man erkennt auch während der Sitzungen oft erst, das genau die Leute, die einen Umgeben, teilweise Mitschuld an den Depressionen haben! Bei mir war es zumindest so! Ich kann mich heute ( mache diese Therapie seit über einem Jahr einmal/ Woche, die KK zahlt es nun nicht mehr, aber ich zahle es nun selber, da ich merke, wie gut es mir tut!!!!!). Heut kann ich mich vor meine Eltern hinstellen und richtig aus mir rausgehen und ihnen mal sagen, was für einen Humbug und Zinober sie manchmal mit mir , um mich, veranstaltet haben. Ein Fremder zeigt dir oftmals eine ganz ansdere Sichtweise auf und, glaube mir, DAS IST extrem hilfreich.

Ich habe auch einfach den Hörer in die Hand genommen, und einen angerufen. Du hast Kinder? Wie lange glaubst du , kannst du es vor ihnen geheimhalten? Wie lange meinst du geht es noch, und sie merken, dass mit der Mama was nicht stimmt, weil sie so traurig, antriebslos, ängstlich ist? Man kann Kinder nicht lange zum Narren halten und du musst wissen, dass ich als Kind schwer unter einer depressiven Mutter mit Alkoholproblemen gelitten habe. Erst als sie erkannte etwas machen zu müssen, da war ich schon aus dem Haus. Aber ich kann mich an viele sch...ß Situationen erinnern, die ich als Kind dadurch miterleben "durfte".

Tu es dir und vor allem deinen Kindern zuliebe, sie haben das Recht auf eine GESUNDE Mutter!
liebe Grüße Johanna

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