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Geschrieben von krissie am 11.01.2004, 14:28 Uhrzurück

Re: Gesundheitssystem am Ende: wo soll das Geld denn herkommen?

Hallo Moneypenny,

ich unterchreibe hier auch mal einen Großteil deiner Ausführungen. Ganz sicher gibt es sinnvolle Alternativen zu dieser kuriosen Flickschusterei im Moment. Ebenso wie Du reg ich mich nicht so sehr über die neuen Kosten auf, sondern über den Unsinn. Ich brauch jetzt eine Überweisung meiner Frauenärztin zum Augenarzt um dort die Praxisgebühr zu umgehen. Ich möchte nicht wissen, was dieses ganze Hickhack an Verwaltungsaufwand kostet...
Ich ein paar Bedenken zu Deine Überlegungen:
- Ich finde auch: wenn jemand freiwillig aus der gesetzlichen aussteigt, um die für ihn zu dieser Zeit günstigere private Versicherung zu wählen, sollte er dies auch mit allen Konsequenzen tun. Ich glaube bzw. weiß aber, dass die Wechsler zumeist nicht genügend aufgeklärt werden, was für Folgen ihr Wechsel haben kann, dass es nämlich mit den Geburten von Kindern und spätestens dann, wenn die Frau nach dem ERziehungsurlaub nicht mehr arbeitet, ganz schön teuer werden kann.
- ein Versicherungsbeitrag für Kinder direkt nach der Geburt würde für viele Familien eine unzumutbare Härte bedeuten. Allerspätestens beim zweiten Kind, bzw. ein zweites Kind wäre dann gar nicht mehr drin. Ganz bestimmt würden die Geburtenzahlen noch viel weiter sinken. Da müsste es Umverteilungsmodelle geben, vielleicht hast Du das berücksichtigt und ich habe es überlesen. Überhaupt möchte ich mich ungern von dem Solidaritätsprinzip verabschieden, dass jeder Beiträge in Relation zu seinem GEhalt zahlt. Damit meine ich aber auch jeden, diese Zweiteilung in private und gesetzliche Kasse entspricht ja ohnehin nicht dem Solidaritätsprinzip. Daher favorisiere ich auch eine Bürgerversicherung.
- Das Problem mit den "Risikopatienten" ist doch: Wer soll das kontrollieren? Wir können ja keine Gesundheitspolizei einführen, die überwacht, ob der Patient auch regelmäßig schwimmen geht. Oder sich vielleicht überarbeitet, zuviel frisst bzw. von seinen Eltern falsch ernährt wird etc. Gut, die Wahrnehmung von Vorsorgeuntersuchungen kann man kontrollieren, die wird ja teilweise schon "belohnt". Ich denke, sonst kann man einfach nur auf die Eigenverantwortung setzen. Die sollte ja eigentlich groß sein, wenn es um die eigene Gesundheit geht.

Ich weiß auch nciht genau, warum sich dieses Land zur Zeit so schwer tut, mal vernünftige Lösungen umzusetzen....
Viele Grüße
Kristina

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