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Geschrieben von Quentinsmama am 11.05.2005, 21:43 Uhrzurück

Gerichtsgutachten: Tod eines Kindes "spart Geld"

(Daniel D.) Vor zwei Jahren wurde der damals achtjährige Meki Ayaz im Südosten der Türkei von einem Bus überfahren. Vor einem Gericht wird derzeit verhandelt, ob die Versicherung des Busunternehmens Schadensersatz leisten muss. Die Firma lehnt dies ab, weil ihre Gutachter zu dem Schluss kamen, der Unfalltod würde den Eltern viel Geld sparen.


Wie die türkische Zeitung „Hürriyet“ heute berichtet, verlangte die Familie des Toten ursprünglich umgerechnet 2.500 Euro. Der Versicherer verweigerte die Zahlung und Mekis Eltern wandten sich an die Justiz.

Während der Verhandlung präsentierte die Gesellschaft einen Sachverständigen, der eine unglaubliche Rechnung aufstellte: Der Junge hätte die Familie bis zu seinem 18. Lebensjahr 31.200 Euro gekostet. Durch Arbeit hätte er allerdings nur 7.400 Euro selbst erwirtschaften können. Der Unfall habe den Eltern also Ausgaben von rund 23.800 Euro gespart. Deswegen hätten sie auch keinen Anspruch auf Schadenersatz. Ein zweiter Fachmann, der ebenfalls hinzugezogen wurde, kam zu einem ähnlichen Ergebnis.

Der Anwalt der Familie sagte der Zeitung, er habe so etwas noch nie erlebt. Allerdings wird sich erst nächste Woche bei der Verkündung des Urteils zeigen, ob die Richter den abstrusen Ausführungen folgen.

Das ist doch wohl unmöglich oder?
Wie krank muss man im Kopf sein um auf so eine rechnung zu kommen?

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