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Geschrieben von marit am 05.03.2005, 13:32 Uhrzurück

Re: genau das stِrt mich ja an der Argumentation

Natürlich macht diese Form der Schwarzarbeit andere Arbeitsplätze kaputt, das will ich gar nicht bestreiten- und wo immer sie damit auffliegen, werden sie ja auch ausgewiesen (der einfachste Weg wäre also, die Schwarzarbeit selbst stärker zu verfolgen).Die Frage ist halt, ob ein Land mit so hohen Nebenkosten wie wir den Faktor Schwarzarbeit je grundsätzlich eindämmen kann. die 400Euro Jobs und die Ich-AGs haben, denke ich, schon sehr viel dazu beigetragen, ehemalige Schwarzarbeiter aus der Illegalität zu holen. Die andere Seite ist, daß es Sektoren gibt, die ohne diese Arbeitskräfte kaum bedient werden können - z.B. alte Menschen, die nicht ins altersheim wollen, deren Pflegeversicherung aber keine professionelle ambulante Rund- Um die Uhr Betreuung abdeckt. Solchen Menschen bleibt doch fast nichts anderes übrig, als Vanja aus der Ukraine schwarz zu bezahlen.

Wir habewn hier so immens hohe Lohnnebenkosten, daß Schwarzarbeit hier fast schon ein unverzichtbarer Wirtschaftsfaktor ist- und zwar nicht als Ersatz für Jobs, die sonst regulär werden, sondern eher für solche, die sonst gar nicht vorhanden wäre. Das beste Mittel gegen Schwarzarbeit wäre m.E. die sozialabgaben von den Lohnkosten abzukoppeln und über die Steuern zu finanzieren (dann würde unser sozialsystem eben auch durch Kapitalsteuern, Mehrwertsteuern oder durch Beamte finanziert und nicht bloß von Angestellten.

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