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Geschrieben von tequila sunrise am 27.01.2006, 11:16 Uhrzurück

Gemeinsame Familiensprache ...

wenn ein Kind zweisprachig erzogen werden soll, ist es sehr schwierig mit der Familiensprache. So habe ich das erlebt. Ich spreche mit meiner Tochter deutsch, mein Mann ungarisch. Nun liegt es aber in der Natur der Sache, dass der voll berufstätige Vater (so ist es bei uns) ja viel weniger Zeit mit der Tochter verbringt, als die halbtags berufstätige Mutter. Und wenn der Vater zuhause ist, ist die Familien im überwiegenden Fall zusammen.
Unsere "Familiensprache" ist inzwischen deutsch, leider, muss ich sagen. Auch wenn wir in Gesellschaft sind, spricht mein Mann mit meiner Tochter deutsch ("damit alle es verstehen können"). Bei dieser Konstellation bleibt aber nicht mehr viel Raum, ungarisch zu sprechen, so dass immer wieder Phasen auftreten, wo die Zweisprachigkeit so sehr zu kurz gekommen ist, dass sie das Ungarische fast "verlernt".
Am Anfang (beim Sprechenlernen) waren wir noch konsequenter und haben auch am Tisch (OPOL - one parent one language) praktiziert. Natürlich kann ich kein Ungarisch, aber nach 15 Jahren, in denen ich die Sprache nun schon höre, bin ich durchaus in der Lage, der Konversation mit einem Kind zu folgen. Und wenn ich mal was nicht verstehe, frage ich nach, und krieg es von einem von beiden auf deutsch wiederholt.
Ich bin also in unserer Konstellation gegen eine gemeinsame Familiensprache, denn diese kann die Zweisprachigkeit auch gefährden, die mir sehr wichtig ist.
Ich denke, es gibt so viele verschiedene Konstellationen, dass jeder für sich das beste herausfinden muss.
LG

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