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Geschrieben von Tini mit Charlotte am 09.03.2003, 21:38 Uhrzurück

GUTE ARMEE ... du meinst sicher starke armee

gut heiße ich nämlich was anderes.

Und genau das ist nämlich der Unterschied zu 1939 als Hitler über Europa hinwegfegte.

Hier eine Abschrift aus G2 and what Eric Hobsbawm has to say:

This is not a war against an aggressor, still less against one capable of overrunning Europe. It is not in any sense a war of defense but of aggression by the greatest military power on earth against a smallish, though very nasty, dictatorship. It is a war which the US wants and nobody else in the world wants, except the government of Sharon and the UK cabinet. If the US did not insist upon it, nobody would have proposed it or thought about it.

Auch Eric über das Nachspiel im Vergleich zu Jugoslawien:
I can detect no serious plans but only a lot of editorialising about the benefits of multiparty democracy. There is not much evidence in the Balkans that this alone will be sufficient.

Und hier Richard Evans:
Saddam is not Hitler. He has not invaded anywhere since the Gulf war and has shown no signs of wanting to do so. Possessing weapons of mass destruction is one thing, intending to use them quite another. There is no credible evidence to link him with international terrorism.

Interessant ist sicher an dieser Stelle, aufzuzeigen, daß die USA im Besitz von Massenvernichtungswaffen sind und durchaus die Benutzung von Nuklearwaffen einräumen. Das ist doch bitte schrecklich.

Um nochmal auf Deine Aussage zurückzukommen, was daran falsch gewesen sei, Osama bin Laden mit Waffen zu unterstützen:

Die USA unterstützen mit Waffen Terroristen und Diktaturen, wenn es ihnen paßt. Sie schließen Allianzen mit unberechnbaren Subjekten, nur weil die dann den Kampf gegen den eigenen Feind übernehmen, aber was danach kommt, interessiert die USA nicht. Das das Taliban-Regime Afghanistan terrorisiert hat mit ihren mittelalterlich religösen Vorstellungen hat die USA nicht interessiert, bis der Erzfeind der ultrareligösen östlichen Religion, die Hochburg der westlichen Dekadenz angriff. Du rechtfertigst die Unterstützung solcher Leute durch die USA, weil es gegen die UdSSR ging. In meinen Augen rechtfertigt es das nicht. Dann hätten die USA schon selbst Afghanistan damals gegen die UdSSR verteidigen sollen. Aber genau das wollten die nämlich nicht. Da nimmt man lieber in kauf, einen wahnsinnigen bin laden mit waffen auszustaffieren. Ärgerlich nur, daß er es dann wagt, die waffen später gegen den waffenlieferanten zu erheben. Und das ist der Vergleich zu 1939: Den USA war Hitler's Kreuzzug gegen Stalin doch ganz recht, gegen den bösen Bolschewisten (das Stalin ein mördernder Diktator war, hat sie dabei gar nicht interessiert), und erst als es gegen das eigene Land ging, stiegen sie ein. Die USA stieg doch noch nicht ein, als Hitler in June 1940 Frankreich und den Benelux einfiel. Dec. 7, 1941 war dann Pearl Harbor. D Day war dann am 6 Juni 1944. Der 2. Weltkrieg war vorbei am 8 Mai 1945.

kristin

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