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Geschrieben von Elisabeth mit Fumi & Temi am 21.06.2004, 14:19 Uhrzurück

Fumis beste Freundin ist seit Freitag im Heim

Hallo,

als ob ich nicht schon genug eigene Probleme hätte....

Also, Fumi hat eine sehr gute Freundin - eigentlich ihre beste Freundin, die in die gleiche Klasse und in die gleiche Hortgruppe geht. Die Mutter ist alleinerziehend und Togolesin. Das Mädel ist sehr lieb und nett, etwas lebhaft, aber das ist Fumi ja auch *gg*. Nun ja, aber die Mutter schlägt das arme Mädel, teilweise im Hort vor den Augen der anderen Kinder. Bei einem Vorfall wurde sie mit dem Schuhabsatz auf den Kopf geschlagen, weil sie einen Handschuh verloren hatte. Fumi hat seitdem Angst vor der Mutter und trifft sich mit der Freundin nur, wenn die Mutter nicht da ist - was oft vorkommt, das Mädel treibt sich weitgehend alleine rum und kommt auch unbegleitet zu Schulfesten und Hortfesten. Ich habe sie schon mehrfach zu uns nach Hause mitgenommen, weil sie nicht nach Hause wollte, und das Mädchen sagte oft, daß sie gerne bei uns wohnen würde.

Tja, und am Freitag wurde das Mädchen vom Hort abgeholt und direkt ins Heim gebracht. Fumi weiß nicht, ob sie es selber so wollte, ob es das JA veranlaßt hatte oder wie das jetzt überhaupt kam. Das JA war schon öfter im Hort wegen dem Mädel. Weil ich im Hortelternbeirat bin, habe ich das oft mitbekommen, das Mädel stand auch schon öfter bei uns auf der Tagesordnung, weil wir uns so hilflos vorkamen.

Jetzt ruft die Mutter ständig bei mir an und fragt, ob ich weiß, wo ihre Tochter ist. Gestern hatte Fumi ihre Geburtstagsfeier und natürlich war das Mädel auch eingeladen, aber sie kam nicht, wahrscheinlich war das mit der Heim nicht zu organisieren oder man hatte Angst, daß die Mutter zu uns kommt. Sie geht auch nicht zur Schule, weil man wohl vermutet, daß die Mutter sie dort nicht in Frieden läßt. Ich weiß wirklich nicht, wo das arme Kind untergebracht ist. Die Horterzieherinnen dürfen nichts sagen, und eigentlich will ich es auch gar nicht wissen, die Verantwortung um das Wissen wäre mir zu groß. Aber die Frau ruft ewig bei mir an, und irgendwie tut sie mir auch leid. Sie klingt verwirrt und teilweise auch abwesend am Telefon, sie redet wirres Zeug, manchmal wirkt sie betrunken. Ich habe Angst, daß sie sich was antut.

So, und was nun?
Erstens weint Fumi sich die Augen aus. Eine der Horterzieherinnen hat angeregt, daß sie ein Bild für das Mädel malst und will wohl versuchen, das dann über das JA zu dem Kind zu bekommen. Aber Fumi ist trotzdem am Boden zerstört und ich weiß nicht, wie ich ihr noch helfen kann.
Zweitens ruft die Frau ewig bei mir an und ich weiß nicht, was ich ihr sagen soll. Ich fühle mich verpflichtet zu helfen, aber ich kann nicht, weil ich nicht weiß, wie, und ehrlich gesagt will ich im Moment auch nicht, ich habe mit meiner eigenen Trennungssituation und den zwei anhängigen Gerichtsverfahren deswegen wirklich genug am Hals, sorry.

Irgendwelche Tipps?

Danke,
Elisabeth.

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