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Geschrieben von Ralph am 15.09.2004, 9:29 Uhrzurück

Fragwürdiger Vergleich!

Moin Benedikte,

das ist recht unsachlich, was Du schreibst. Deine Argumentation, entweder 0,00 Promillerenze oder freies Saufen hinter dem Steuer mit 1,5 Promille... das kann doch keine Diskussionsgrundlage sein.

Ich bin der Ansicht, daß wir jahrzehntelang mit der 0,8-Promillegrenze sehr gut gefahren sind, im wahrsten Sinne des Wortes. Damit meine ich diejenigen unter uns, die wirklich mit nicht mehr Alkohol im Blut sich hinters Steuer gesetzt haben.
Von dieser Gruppe ist meines Wissens nie eine wirklich große Gefahr für Leib und Leben ausgegangen im Straßenverkehr.

Was aber falsch gelaufen ist und auch heute noch weitestgehendst zu lasch gehandhabt wird ist der Umgang mit den Fahrern, die mehr bzw. sehr viel mehr getrunken haben. Auch ich habe ja gar keine Zweifel, daß jemand mit 1,2 Promille (das sind ungefähr bei Männern auch "nur" 3 Schoppen Wein) absolut fahruntüchtig ist. Entsprechend hart sollten die Sanktionen sein, und diese werden bis heute nicht konsequent ergriffen.

Deinen Vergleich mit den Waffengesetzen in den USA finde ich allerdings sehr fragwürdig. Und er hinkt auch total. Das geht ja schon allein damit los, daß, anders als in Europa, der Amerikaner eben nicht das Gewaltmonopol des Staates weitestgehend anerkennt. Weshalb wird denn dort soviel herumgeballert? Ganz gewiß nicht aus Sportsgründen.
Vorgestern hieß es in den Tagesthemen, daß jährlich in den USA 30.000 Menschen durch Schußwaffen umkommen, und jetzt wieder jeder ganz legal eine Kalaschnikow erwerben kann. Ich sehe da wirklich keinen Zusammenhang zu unserer Diskussion, auch nicht in der Begründung. Von einer Schußwaffe geht schon allein in ihrer Existenz eine gewisse Gefahr aus (falsche Handhabung kann bereits tödlich sein). Wenn ich Alkohol falsch handhabe, lande ich zunächst erstmal einsam auf dem Klo... und damit schädige ich, wenn überhaupt, mich selbst! ;-)

Aber ich denke, wir sollten das beenden, da es in einen Religionskrieg auszuarten droht.
Ich bleibe jedenfalls bei meiner Meinung, daß ein Gesetz, das sein Ziel nicht erreicht, unnütz ist und somit eine 0,00-Promillegrenze mit der Zielsetzung, weniger alkoholbedingte Verkehrstote beklagen zu müssen, völlig an der Sache vorbeigeht.
Und Du bist gegenteiliger Ansicht. Ich kann in Deiner Argumentation keine Pro-Argumente erkennen, außer, daß Du einfach 0,00 Promille haben willst. :-) Aber sei's drum. Belassen wir es dabei! :-)

Viele Grüße
Ralph/Snoopy, der sich für heute in die Arbeit verabschiedet

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