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Geschrieben von Gerry 74 am 30.12.2005, 17:07 Uhrzurück

Re: Fragen zu Gesetz

21.12.05 - Bundesrat beschließt Klarstellung der Straßenverkehrsordnung
Tiefensee: Fahren nur mit richtiger Bereifung
Bundesrat beschließt Klarstellung der Straßenverkehrsordnung

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee begrüßte heute in Berlin die Zustimmung des Bundesrates einer Novellierung der Straßenverkehrsordnung (StVO). Nun wird die Pflicht, die Ausrüstung des Kraftfahrzeuges an die Wetterverhältnisse anzupassen, ausdrücklich genannt. "Die Ausrüstung von Autos muss verkehrssicher sein", sagte Tiefensee. "Es gibt auch künftig keine Winterreifenpflicht, jeder Autofahrer ist dazu verpflichtet, mit geeigneter Bereifung unterwegs zu sein. Das kann je nach Wetterverhältnissen auch ein guter Sommerreifen oder ein Ganzjahresreifen sein. Wer auf Winterreifen verzichten will, muss sein Auto bei widrigen Straßenverhältnissen stehen lassen und auf Bus und Bahn umsteigen. Wer mit abgefahrenen Sommerreifen eine verschneite Passstraße befährt, muss künftig mit einem Bußgeld rechnen."


"Oft bleiben Autos bei extremen winterlichen Straßenverhältnissen mangels geeigneter Bereifung liegen und verursachen damit erhebliche Verkehrsbehinderungen. Wer die neue Regelung missachtet, dem drohen zukünftig Bußgelder ab 20 Euro. Bei Behinderung drohen sogar 40 Euro und ein Punkt im Verkehrszentralregister. Damit alle Autofahrer ausreichend Zeit haben, sich auf die Novellierung der Straßenverkehrsordnung einzustellen, treten die Klarstellungen erst Mitte des Jahres in Kraft", so Tiefensee.




01-12-05 Hersteller antworten auf Stern-Umfrage
Stern-Umfrage an die Reifenhersteller –
die zusammengefassten Ergebnisse

1. Frage: Haften Sommerreifen bei niedrigen Temperaturen auf trockener oder nasser Fahrbahn schlechter als Winterreifen ? Insbesondere beim Bremsen und in der Seitenführung.

Der Grip von Sommerreifen nimmt bei tiefen Temperaturen zunehmend ab. Besonders auf nassen, glatten Fahrbahnen hat ein Winterreifen daher bei niedrigen Temperaturen Vorteile. Diese Fahrbahnen sind für den Autofahrer deshalb kritisch, weil sich hier die Unfallwahrscheinlichkeit gegenüber einer trockenen Fahrbahn deutlich erhöht (5-6 mal höheres Risiko).
Die Kombination „nass, glatt, kalt“ reduziert den Reibungskoeffizienten. Diese Fahrbahnsituation kommt im Winter sehr häufig vor – die Strassen trocknen einfach nicht mehr so schnell.


2. Frage: Wenn ja: warum ?
Wenn nein: warum nicht ?

Der Grund für dieses Verhalten ist in der Physik des Gummis zu suchen. Gummi hat die Eigenschaft, bei niedrigen Temperaturen etwas härter zu werden. Damit ist auch ein leichtes Nachlassen im Grip verbunden. Bei Sommerreifen, die ja für den Einsatz bei warmen Temperaturen ideal sind, beginnt diese Verhärtung bereits bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt, bei Winterreifen naturgemäß erst deutlich darunter.


3. Frage: Wenn ja: Gibt es für die geringere Haftung einen konkreten Grenzwert ? Wenn ja: welchen ?

Es ist eher ein fließender Übergang, Marken- und Modellabhängig, der für Sommerreifen auf jeden Fall bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt anzusiedeln ist. Daher kann man nur einen Richtwert angeben. Hierfür hat sich die Temperatur von 7° eingebürgert. Je niedriger die Temperatur, desto ausgeprägter ist der Effekt von nachlassendem Grip.


4. Frage: Ist das Alter eines Winterreifens für seine Qualitäten entscheidend?

Entscheidend für die Wintereigenschaften des Reifens ist hauptsächlich der Abnutzungsgrad. Ab einer Profiltiefe von 4mm verlieren Winterreifen merklich in ihren Brems- und Traktionseigenschaften auf Schnee. Grund: die Wirksamkeit der Lamellen lässt nach.
Die Alterung spielt eine Rolle, jedoch nur untergeordnet. Reifen sollten grundsätzlich nach spätestens 10 Jahren ausgetauscht werden, besser nach 6-8 Jahren.


5. Frage: Wenn nein: warum nicht ?
Wenn ja: Ab wann (nach Jahren) verliert ein Winterreifen trotz ausreichendem Profil deutlich an Qualität?

Reifen behalten Ihre Eigenschaften über mehrere Jahre bei, wenn sie sachgemäß gelagert werden. (Trocken, kühl, keine direkte Sonneneinstrahlung, kein Ozon).
Beim Kauf neuer Reifen sollten sie darauf achten, das diese möglichst nicht älter als 5 Jahre sind (erkennbar am so genannten DOT Stempel an der Seitenwand, einer 4-stelligen Kennzahl, die sich aus Produktionswoche und Jahr zusammensetzt).
Wir empfehlen: wechseln Sie als Wenig-Fahrer Ihre Reifen schon nach 5 Jahren Nutzung – auch wenn die 4 mm Restprofiltiefe für den Wintereinsatz bei Ihrem Reifen noch nicht erreicht ist.


6. Frage: Gibt es darüber gesicherte Erkenntnisse der Hersteller? Wenn ja: Sind die öffentlich zugänglich?

Darüber sind sich alle Reifenhersteller einig: Bei 10 Jahren ist die absolute Grenze erreicht, dann sollten Reifen unabhängig von der Profiltiefe ausgetauscht werden.

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