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Geschrieben von Mony am 03.02.2003, 20:02 Uhrzurück

Re: Frage einer unpolitischen an die Bush- Verdammer

Hallo Benedicte!

Damit fühle ich mich jetzt mal angesprochen. Auch wenn ich es von mir weisen möchte ein Bush - Verdammer zu sein.
Natürlich kann niemand sagen, was wäre gewesen, wenn...
Aber ich denke jetzt einfach mal, daß ganz viele Dinge der Entwicklung der, sagen wir mal letzten Monate, einfach damit zu tun haben , wie Bush sie angeht.
Ich meine Außenpolitisch. Seine Einstellung zum Israel/Palästinenser Problem, Afghanistan. Und speziell da meine ich nicht das Al Kaida Problem, sondern das der Taliban/Nordallianz.
Ich finde einfach, das es ihm diplomatisch an dem nötigen Fingerspitzengefühl fehlt, das man braucht um tatsächlich Präsident einer Weltmacht zu sein. Mobil machen kann jeder. Ein wirklich guter Politiker ist für mich jemand, der sich traut den für ihn unbequemen Weg zu gehen, Kompromisse zu machen,
Ja, vielleicht ist diese Zeit vorbei. Und die Welt braucht Menschen wie ihn. Ich weiß es nicht. Ich weiß nicht, ob es richtig ist, einen Krieg zu beginnen. Nein, ich weiß das es falsch ist einen Krieg zu beginnen, denn ein Krieg ist der falsche Weg. Das hat JEDER Krieg in der Geschichte bewiesen und es macht ihn nicht nobler weil es darum geht die Welt von einem Diktator zu befreien. Jeder getötete Soldat ist ein getöteter Sohn/Mann/Vater. Jeder getötete Zivilist ist ein unschuldiges Opfer. Das muß doch zu verhindern sein.Wir haben doch nicht so viele Tausend Jahre daran gearbeitet eine zivilisierte Welt zu sein, um dann innerhalb weniger Minuten, durch den Starrsinn einiger alter Männer (dazu zähle ich alle Seiten in jedem Krieg) durch einen Knopfdruck alles zu zerstören.
Es gibt diesen schönen Spruch: Wir haben die Erde nur von unseren Kindern geborgt! Wie soll man ihnen erklären, was passiert. Wie sollen sie es verstehen.
Ja, Saddam Hussein ist gefährlich. Das weiß ich auch. Das weiß jeder, denke ich. Aber ich weiß nicht, was man tun soll dagegen.

Ich möchte hier wirklich nicht den Eindruck hinterlassen Amerikafeindlich und Irakfreundlich eingestellt zu sein. Denn das stimmt so nicht. Ich habe einfach Angst vor einem Krieg. Luftlinie haben wir es näher zum Irak wie Amerika. Was wenn Bush wirklich Atomwaffen einsetzt? Was, wenn mit dem Beginn des Krieges Anschläge wie der des 11 September zur Gewohnheit werden?
Es ist mir klar, das wir hier auf keinen gemeinsamen Nenner kommen können, denn wenn es so einfach wäre, dann wäre es auf der Bühne der Großen Weltpolitik sicherlich auch schon zu einer gekommen.

Was ich noch dazu sagen möchte: Wie Bush sen. 1991 in den Irak einmaschiert ist, habe ich auch gesagt endlich passiert etwas, jetzt machen sie endlich den Hussein platt und solche Dinge. Damals war ich 22. Heute bin ich 34. Ich habe zwei Kinder, eine gesicherte Existenz, wenn man das so sagen kann. Ich bin älter geworden, habe Verantwortung. Ich möchte nicht in ein paar Jahren meinen Sohn im Tarnanzug in den Krieg ziehen sehen. Keine Mutter möchte das. Wenn Mütter die Weltpolitik machen würden, wäre es friedlicher auf der Welt.
Ich habe Kinder aus Afghanistan und dem Irak kennengelernt, die von Ärzte ohne Grenzen hier behandelt wurden - und wieder in ihre Heimat mußten. Ich kenne sie und habe ihnen in die Augen gesehn. Wie kann ich da einem Krieg zustimmen?
Ich könnte noch stundenlang weiterschreiben. Ich weiß, vielleicht ist es unrealistisch, vielleicht sogar naiv - aber es geht um die Zukunft unserer Kinder und da kann es einem nicht egal sein, wenn jemand androht Atomraketen einzusetzen. Egal welche Seite!
Mo´ni

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