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Geschrieben von malwinchen am 01.06.2011, 15:08 Uhrzurück

fehlverhalten zu ignorieren ist etwas völlig anderes als das ganzheitliche ausgrenzen

eines menschen. den überzeugungsversuchen des fraglichen schülers auszuweichen ist ja richtig. IHN aber deshalb kaltzustellen ist eine absolut überzogene reaktion.

oben wurde doch als beispiel die hundeerziehung angebracht... gehen wir ruhig einmal auf diese ableitung ein: wer das fehlverhalten seines hundes ignoriert, wird dieses ignorieren wirklich nur auf die falsche aktion des tieres anwenden. positives, respektive gewünschtes verhalten wird mit lob oder belohnung honoriert. niemand würde auf die idee kommen, seinen noch in der erziehung befindlichen hund komplett zu ignorieren, weil es einfach keine lerneffekte bringt, wenn jedes verhalten - positives wienegatives - die gleichen reaktionen beim umfeld hervor rufen würde. wie kommt ihr darauf, dass das bei einem 14/15-jährigen einsicht bewirken sollte?

psychologisch betrachtet ist die taktik der kompletten isolation "der griff ins klo", wenn man bei dem jungen etwas positives bewirken möchte. einzig gangbar wäre es, wenn die fragwürdigen parolen des jungen ignoriert würden, aber ansonsten seine anwesenheit und/oder andere gespächsinhalte, die in die erwünschte richtung gehen, akzeptiert würden. übertragen hieße das: eine gruppe steht beisammen und unterhält sich... der junge stellt sich dazu und beteiligt sich am gespräch über bspw, einen neuen kinofilm OHNE parolen zu schwingen... die gruppe integriert ihn ins gespräch. fängt er an, wieder seine parolen zu äußern, drehen sich alle um und gehen auseinander, wobei einer noch anmerkt, dass niemand solche aussagen hören möchte. der effekt ist schnell erreicht, denn der junge wird sehr schnell dahinter kommen, dass er "dazu gehört", wenn er sich "richtig" verhält.

was bitte meinst du denn, würde eine komplette ausgrenzung bewirken außer, dass der junge nie wieder den anschluss an die gruppe findet? oder ist das für dich eben die konsequenz, die ein 14-jähriger aus falsch erlerntem verhalten bereits zu tragen hat?

ich finde nicht, dass man einem kind in dem alter abschreiben und fallen lassen sollte, denn genau DAS würde bei dieser unsäglichen taktik am ende heraus kommen.

und an die AP möchte ich noch etwas richten: wie kannst du nur eine sekunde ernsthaft darüber nachdenken, ein KIND wegen einer offensichtlich nicht gesellschaftskonformen einstellung, die ohne frage "schwierig" ist, ausgrenzen zu lassen. du hast es ja selber erwähnt, dass auch deine kinder immer wieder in der gefahr sind, wegen von anderen subjektiv empfundenen gründen ausgegrenzt zu werden. ich finde es sehr schlimm, dass du hier tatsächlich erst abwägen und überlegen musst.

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