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Geschrieben von fusel am 02.08.2003, 13:16 Uhrzurück

faule Ämter....

Hi,

eins vorweg: ich kenne einige Leute, Dotcomkrise sei Dank, die trotz Arbeitslosengeld ein so hohes Einkommen haben, das sie sich spontan Plasmafernseher kaufen, wenn sie die olle Röhre nervt oder zur Poolparty einladen.

Nichtsdestotrotz finde ich es immer wieder aufs neue erstaunlich das in erster Linie auf die Arbeitslosen eingeklopft wird, seltener auf die Behörden die diese bestenfalls verwalten.
Ich war unlängst lustig unterwegs um mich wegen Umschulungen schlau zu machen, mein alter Beruf läßt sich zumindenstens in Festanstellung nicht mit dem Status einer alleinerziehenden Mutter vereinbaren.
Fünfmal wurde ich falsch durchgestellt, den zuständigen Sachbearbeiter habe ich zwecks Termin erst garnicht erreicht, mir wurde aber mitgeteilt das ich dann und dann persönlich vorbeikommen könnte. Also, stapfte ich hin nur um nach langer Wartezeit von der Vorzimmerdame mitgeteilt zu bekommen das ich doch bittschön wegen einer Terminvergabe anzurufen hätte. Haha. Schön das sie mir dann nochmals sein Nummer aufschrieb.
Es gibt auch Sachbearbeiter die meckern das das faule Arbeitslosenpack erst gegen 10 Uhr einläuft mit den dementsprechenden Wartezeiten. Als ich einmal pünktlich zur Öffnungszeit aufschlug, rieß mir die zustände Frau fast den Kopf ab, weil ich sie dabei gestört hatte ihren Morgenkaffee zusammenzustellen und komplimentierte mich psotwendend heraus weil 2 Unterschriften fehlten. Meine Unterschrieft kann ich in 2 Sek. hinklecksen, aber egal. Bei der Sachbearbeiterin nebenan (die qualmte wie ein Schlot), durfte ich meinen Antrag abgeben, mit viel Gemecker weil sie nicht einsah warum eine Schwangerschaft bestimmte Tätigkeiten verhindern könnte.
Lustig auch die Bewerbung eines 45-jährigen Stahlbetonflechters(?) der eine Umschulung zum Webdesigner gemacht hatte als ich damals in einer Agentur arbeitete. Haben diejenigen die die 10.000,- von DM die so eine Umschulung kostet, locker machten, mal darüber nachgedacht was das für ein Gelächter bei potentiellen Arbeitgebern hervorruft, wenn er so eine Bewerbung im Schnellhefter in die Hand bekommt?
Rausgeschmissenes Geld, schade für den Stahlbetonflechter.

Ich habe von der Schulzeit, über die Studienzeit bis jetzt 7 verschiedenen Einstellung gehabt. Nicht EINE wurde vom AA vermittelt, was mich zu dem Schluß kommen läßt: wenn man arbeitslos sein will muß man sich nur auf die Behörde verlassen. Die Erfahrung haben übrigens auch die meisten gemacht die ich so kenne. Als halbwegs gebildeter Mensch kann man sich vielleicht gegen unfreundliche Sachbearbeiter wehren oder selbst was in die Hand nehmen, traurig ist es nur für die, die sowas nicht können, weil sie es nicht gelernt haben aufzumupfen und sich durchzukämpfen.

Deshalb mache ich mich jetzt auch lieber in meinen alten Job selbstständig, ehrlich. Mein weiteres Berufsleben lege ich lieber nicht in die vertrauensvollen Hände unmotivierter Beamter. Dann kann man sich auch gleich aufhängen.

Grüße

fusel

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